15 Minuten Anlaufzeit

von Redaktion

Markus Munz - NWZ - 09.04.2018

Starke 15 Minuten vor der Pause reichten den Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen, um im Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers vorentscheidend auf fünf Tore Vorsprung davonzuziehen. Nach sechzig Minuten fuhren die Grün-Weißen mit einem letztlich ungefährdeten 26:21 (13:9) die beiden Punkte ein.

Damit bleibt Frisch Auf auf dem Vormarsch Richtung erstes Tabellendrittel. „Es ist alles eng zusammen, aber wir wollen versuchen, weiter nach oben zu kommen“, kündigte Trainer Aleksandar Knezevic mit 25:15 Punkten im Rücken an. Gegen Bad Wildungen „souverän und mit fünf Toren Vorsprung“ zu gewinnen, findet er stark. Seine Schützlinge haben ihre „gute Form der letzten Wochen bestätigt.“

In einer zerfahrenen Anfangsphase hielt Torhüterin Edit Lengyel ihre Farben im Spiel. Nach der ersten Zwei-Minuten-Strafe des Spiels gegen Karin Weigelt drehten die Frisch-Auf-Frauen einen 5:6-Rückstand in Unterzahl in ein 7:6 und erhöhten durch die erfolgreichsten Werferinnen des Tages, Michaela Hrbkova und Iris Guberinic, weiter auf 9:6. Die Vipers kamen noch einmal auf 9:8 heran (24.), dann jedoch erwischten die Gastgeberinnen einen Lauf und zogen zum 13:8 davon. Dabei traf Guberinic zum 11:8 gar ins leere Gästetor und Maxime Struijs verwandelte einen Strafwurf zum 12:8, den Sabine Heusdens mit einem taktischen Foul am Frisch-Auf-Kreis ausgelöst hatte. Sie verhinderte den Gegenstoß und kassierte dafür noch eine Zeitstrafe. Das folgende „empty goal“ der Vipers nutzte Prudence Kinlend zum 13:8.

Den Pausenvorsprung verwalteten die Frisch-Auf-Frauen in der zweiten Hälfte insgesamt ohne große Schwierigkeiten, auch weil die Gäste an diesem Tag zu fehlerbehaftet agierten. „Wir haben so viele freie Bälle verworfen, ich glaube, wir hätten noch eine Stunde weiterspielen können und nichts getroffen“, klagte Trainerin Tessa Bremmer, die aber auch die gut haltende Edit Lengyel erwähnte. Dass ihre Mannschaft nach einer Viertelstunde so nachlässt, „darf natürlich auch nicht passieren“. Näher als drei Tore ließen die Frisch-Auf-Frauen den Gegner nicht mehr herankommen. „Das war unnötig“, erklärte Maxime Struijs, „es ist oft unser Problem, dass wir nicht viel früher richtig entscheidend davonziehen.“ Dass es gegen ihren neuen Arbeitgeber ging, habe für die Niederländerin keine Rolle gespielt. „Am Anfang hat Bad Wildungen gut verteidigt und bei uns haben die letzten Prozent gefehlt“, analysierte Struijs.

Frisch Auf Göppingen: Zimmerman (bei drei Siebenmetern), Lengyel (1); Brugger (3), Struijs (4/3), Weigelt (1), Schindler (1), Kinlend (2), Hrbkova (8/1), Guberinic (5), Sviridenko (1), Schuhknecht, Adamkova, Krhlikar, Bergschneider (n.e.).

Bad Wildungen Vipers: Duijndam, Brütsch; Heusdens (5/3), Haggerty (4), Nieuwenweg (1), Frankova (1), Schmidt-Robben (1), Beugels, Vasilescu (4/1), Ritter (1), Spielvogel (1), Preis (3).

SR: Hörath/Hofmann.

Zeitstrafen: 8:12 Minuten.

Zuschauer: 1100.

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