Bei FRISCH AUF Frauen ist die Luft raus

von Redaktion

Lina Krhlikar versucht mit aller Kraft, sich am Kreis des Meisters Thüringer HC durchzutanken. Die ­Frisch-Auf-Frauen hatten einen schweren Stand und verloren deutlich mit 26:38 (18:22).
Foto: Peter Poller

Wolfgang Karczewski - NWZ - 02.05.2017

Seit sieben Spielen ohne Sieg, immer mindestens 27 Gegentore und ein schwacher Auftritt nach dem anderen: Bei den Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen scheint die Luft nach dem Klassenerhalt raus zu sein. Jetzt kassierte die Mannschaft von Trainer Aleksandar Knezevic auch noch die höchste Saisonniederlage: Vor knapp 900 Zuschauern in der EWS-Arena setzte es für die Frisch-Auf-Frauen eine auch in dieser Höhe verdiente 26:38 (18:22)-Schlappe gegen Serienmeister Thüringer HC.

„Wir waren heute im Kopf zu langsam“, erklärte Knezevic, „unsere Abwehr war zu schwach. In der zweiten Halbzeit haben wir noch mehr Probleme gehabt.“ 38 Gegentore, davon allein 22 bis zur Pause, hatten die Frisch-Auf-Frauen in dieser Spielzeit noch kein Mal kassiert. Bei der zweithöchsten Saisonniederlage im Auswärtsspiel beim souveränen Spitzenreiter SG BBM Bietigheim waren es 37 (26:37).

Der Minikader der Erfurterinnen, die sechs Mal hintereinander Meister wurden und in dieser Saison wohl den Bietigheimerinnen den Vortritt lassen müssen, begannen stark und führten in der fünften Minute mit 5:2. Nach einer Auszeit von Frisch-Auf-Coach Knezevic gelang es den Göppingerinnen, den Abstand zu verringern und in der 19. Minute zum 12:12 auszugleichen.

Schon jetzt entpuppte sich die Abwehr der Gastgeberinnen als sehr löchrig. Daran änderte auch die Einwechslung von Kreisläuferin Lina ­Krhlikar in der 23. Minute nichts. Bis zur Pause konnten sich die Thüringerinnen, die im vergangenen Jahr noch eine überraschende 26:27-Niederlage in der EWS-Arena kassiert hatten, auf 22:18 absetzen.

In Hälfte zwei setzte sich das muntere Torewerfen fort, jedoch zumeist auf Thüringer Seite. Immer wieder scheiterten die Göppinger Angreiferinnen an THC-Torhüterin Dinah Eckerle, die im zweiten Durchgang eine starke Leistung zeigte. Die Frisch-Auf-Frauen ergaben sich in ihr Schicksal und lagen beim 24:34 in der 51. Minute erstmals mit zehn Toren zurück. Am Ende waren es sogar zwölf Treffer.

„Ich bin überglücklich und stolz, mit diesem kleinen Haufen gewonnen zu haben“, freute sich THC-Coach Herbert Müller, „wir haben eine Halbzeit gebraucht, um Göppingen in den Griff zu bekommen. In dieser Höhe haben wir noch nie hier gewonnen“, strahlte er.

FA Göppingen: Zimmerman (1.-13., 24.-26.), Lengyel; Brugger (2), Struijs (2), Adamkova (1), Schindler (1/1), Kinlend (4), Hrbkova (10/4), Guberinic (4), Krhlikar (2), Petrinja, Pielesz.

Thüringer HC: Eckerle; Redder, Pintea (4), Schmelzer (2), Agui­lar (6), Engel (11/6), Houette (4), Jakubisova (3), Kiedrowski (2), Wohlbold (6).

Schiedsrichter: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Gummersbach).

Zeitstrafen: 6:4 Minuten.

Zuschauer: 873.

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