Bietigheim eine Nummer zu groß

von Bianca Baar

Bietigheim eine Nummer zu groß

Erste Saisonniederlage für die Frisch-Auf-Frauen

Die Bundesligahandballerinnen von FRISCH AUF mussten am Samstag die individuelle Klasse des Gegners anerkennen. Bei der SG BBM Bietigheim gab es mit 26:37 die erste Saisonniederlage. 

Holger Riegel  

Trotz der letztlich deutlichen Schlappe im Derby gegen den haushohen Titelfavoriten war Aleksandar Knezevic nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir hatten einen starken Start und konnten die Anfangsphase lange offen halten und am Ende haben wir uns gegen eine noch höhere Niederlage gewehrt“, analysierte der der FRISCH AUF-Trainer das Spiel beim Ligakrösus.

Die Gastgeberinnen starten mit hohem Tempo in die Partie und führten nach drei Minuten mit 3:1. Doch die Grün-Weißen hielten dagegen und kamen nun deutlich besser ins Spiel. Beim 4:4 (10.) hatte man den Spielstand egalisiert und legte nun selbst bis zur 18. Minute vor. Dann streuten sich jedoch vermehrt unkonzentrierte Aktionen ins Göppinger Spiel. Die leichten Ballverluste und eine schwache Chancenauswertung nutzten die Bietigheimerinnen im Stil einer Spitzenmannschaft und zogen nach dem zwischenzeitlichen 9:9 auf 14:9 davon. Und das Tempo blieb weiter hoch und brachte eine 19:13-Halbzeitführung für die SG.

Zwar gelang FRISCH AUF der erste Treffer im zweiten Spielabschnitt, doch der Favorit hielt das Tempo mit seinem starken Kader im Rücken unvermindert hoch. Diese Geschwindigkeit konnte Göppingen nicht mitgehen und lag beim 25:15 (38.) erstmals zweistellig zurück. Doch die Grün-Weißen fingen sich wieder und gingen mit großer Moral in das letzte Drittel des Spiels. Zwar gelang dabei keine Aufholjagd mehr, aber zumindest konnte die Niederlage in dieser Größenordnung gehalten werden.

„Gegen die immense Qualität von Bietigheim konnten wir nicht über die gesamte Spielzeit mitgehen, aber wir haben gekämpft und uns nicht aufgegeben“, sah Aleksandar Knezevic einen verdienten Sieg der Gastgeberinnen ebenso wie positive Aspekte in den Reihen seines Teams. So konnte Lina Krhlikar nach einer längeren Verletzungspause ihr Debüt in der laufenden Saison feiern und bot dem Trainer damit eine weitere Auswechseloption. Auch Johanna Schindler, die schon in den ersten Begegnungen eine überragende Leistung in der Defensive gezeigt hatte, setzte mit vier Treffern Akzente im Angriff. Geschwächt ging dagegen die grün-weißen Goalgetterin in die Begegnung. Die aus Michela Hrbkova und Petra Adamkova bestehende tschechische Wohngemeinschaft reiste mit Magenproblemen zum Derby.

„Wir werden weiter nach vorne schauen und die Niederlage schnell abhaken“, blickte Knezevic auf die kommenden Aufgaben. Nächste Woche wollen die FRISCH AUF Frauen das Pokalspiel beim in der Bundesliga bisher sieglosen TV Nellingen gewinnen. Zwei Wochen später empfängt man mit der HSG Blomberg-Lippe zuhause auf Gegner auf Augenhöhe, der in der Liga bisher auch ohne jeden Punkt dasteht. „Darauf werden wir uns ab sofort konzentrieren“, gibt der Coach die Planung für die kommenden Wochen aus.

Bietigheim: Roch (1), Tesser, Visser (2), Yttereng (1), Lauenroth (2), Mack (2), N. Müller, Smeets, Baun Eriksen, Naidzinaviscius (7/2), Hundahl (3), S. Müller (6), Malestein (6), da Silva (5), Anastacio (2)

Frisch Auf: Zimmermann, Lengyel; Brugger, Struijs (3), Adamkova (1), Schindler (4), Kinlend (7), Hrbkova (8/5) Guberinic (1), Krhlikar (2)

 

Siebenmeter: 3/2 : 5/5

Zeitstrafen: 6 Min. : 6 Min.

Schiedsrichter: vom Dorff / vom Dorff

Zuschauer: 714

 

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