Den Vipers die Giftzähne ziehen

von Holger Riegel

Nach vier Wochen Abstinenz laden die Göppingerinnen damit endlich wieder zu einem Heimspiel ein und für Aleksandar Knezevic ist die Zielsetzung für das Spiel gegen die Vipers eindeutig definiert. „Wir setzen auf unsere Heimstärke und streben vor unseren Fans natürlich einen Sieg an“, erklärt der Trainer. Zudem gilt es, das nach der Niederlage in Blomberg vor zwei Wochen erstmals negative Punktekonto wieder auszugleichen und den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu wahren, den der grün-weiße Hunger auf Punkte ist noch lange nicht gestillt. „Für uns stehen einige wichtige Partien an. Mit Oldenburg und Buxtehude geht es zu Hause gegen Mannschaften, die in der Tabelle in Reichweite sind. Aber der Fokus ist zunächst auf Bad Wildungen gerichtet“, beschreibt Knezevic die Ausgangslage.

Vom starken Auftritt seiner Truppe beim Hinspiel, das mit 37:29 den bisher höchsten Auswärtssieg der Saison brachte, will der Trainer indes nichts mehr wissen. „Das spielt keine Rolle mehr. Bad Wildungen stand damals mit dem Rücken zur Wand und hat sich seither sehr stabilisiert“, begutachtet Knezevic den Gegner. Die Favoritenrolle weist er ebenfalls von sich: „Wir begegnen uns auf Augenhöhe, wenn überhaupt gehen wir aufgrund der Tabellensituation und mit unseren Fans im Rücken als leichter Favorit in das Spiel.“ Eine sicherlich richtige Einschätzung, denn im neuen Jahr sind die Leistungen der Grün-Weißen noch zu wechselhaft. Zudem muss Aleksandar Knezevic weiter auf seine Abwehrchefin verzichten. „Für Lina kommt das Spiel eindeutig zu früh“, berichtet der Trainer über den Heilungsprozess von Lina Krhlikar. So muss die Lücke in der Defensive anderweitig geschlossen werden. Im Angriff hofft das grün-weiße Lager, dass Petra Adamkova an ihre Galavorstellung in Blomberg, als sie mit sieben Treffern erfolgreichste FRISCH AUF-Torschützin war, anknüpfen kann.

Die Gäste reisen dagegen entspannt unter den Hohenstaufen. Schwäbische Luft hat das Team von Tessa Bremmer bereits am Mittwoch geschnuppert, als man es dem Spitzenreiter aus Bietigheim bei dessen 32:25-Erfolg mächtig schwer machte. Mit nunmehr 11:23 Punkten hat man ein beruhigendes Polster auf die Abstiegsplätze und die HSG-Trainerin ist sich zu „99% sicher, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben“. Eine starke Leistung, denn der Saisonstart ging bei den Nordhessen so richtig daneben. Nach sechs Spieltagen stand man mit 1:11 Zählern im Tabellenkeller, schaffte dann aber die Wende. Dabei konnten die Vipers vor allem auf ihre Auswärtsstärke zählen, denn Bad Wildungen scheint es in der Ferne deutlich besser zu gefallen als im eigenen „Schlangennest“. Sieben der insgesamt elf Pluspunkte holten sich die Gäste in fremden Hallen und dies sollte für die FRISCH AUF Frauen als Warnung ausreichen. Zudem wurden in den letzten Wochen die Verträge mit einigen Leistungsträgerinnen verlängert, das sollte für weitere Ruhe und Sicherheit im Kader sorgen.

Abgeschlossene Personalentscheidungen kann Aleksandar Knezevic aber auch vorweisen und so werden die Grün-Weißen alles daran setzen um den Vipers am Sonntag die Giftzähne zu ziehen.

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