DHB-Pokal: FRISCH AUF Frauen verlieren in Erfurt 25:35

von Holger Riegel

3. Runde: THüringer HC - FRISCH AUF Frauen

Die Sensation blieb aus. Die Bundesligahandballerinnen von Frisch Auf verabschieden sich nach einer 25:35 (11:18)-Niederlage beim Thüringer HC aus dem DHB-Pokal.

Um den deutschen Pokalwettbewerb im Frauenhandball müssen sich die Frisch-Auf-Frauen keine Gedanken mehr machen, denn beim haushohen Favoriten zeigten die Göppingerinnen zwar eine engagierte Leistung, doch die Klasse des Serienmeisters war im Achtelfinale des DHB-Pokals zu groß. Das Gute daran ist, dass sich Aleksandar Knezevic und seine Truppe nun voll und ganz auf die wichtigste Mission in dieser Saison konzentrieren können – den Kampf um den Klassenerhalt.

Den Start in das Duell mit den Thüringerinnen erwischten die Grün-Weißen bestens. Drei Mal konnte Maxime Stuijs vorlegen, doch der jeweilige Ausgleich der Gastgeberinnen ließ nicht lange auf sich warten. In der 10. Minute lag der THC beim 4:3 erstmals vorne, doch nun gelang Lina Krhlikar der Ausgleich. Das Team von Herbert Müller holte sich die nächste Führung, baute sie sogleich aus und sollte sie auch nicht mehr abgeben. In der 15. Minute hatten sich die Erfurterinnen beim 9:5 schon etwas Luft verschafft, doch Göppingen hielt dagegen. Vier Minuten später hatte man wieder auf zwei Tore verkürzt und der Thüringer Erfolgscoach sah sich gezwungen die grüne Karte auf den Tisch zu legen. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Vor allem Beate Scheffknecht schenkte den ehemaligen Kolleginnen nun kräftig ein und erzielte binnen neun Zeigerumdrehungen fünf Treffer für ihre neuen Farben. Es waren die Tore, die auch eine Vorentscheidung bedeuteten, denn der Thüringer HC konnte mit einem beruhigenden, wenn auch etwas zu hohem 18:11-Halbzeitstand in die Pause gehen.

Die Gastgeberinnen kamen gut erholt aus der Kabine und erzielten sogleich zwei weitere Treffer. Aber auch Frisch Auf fand den Weg in gegnerische Gehäuse. Zwei Tore durch Prudence Kinlend und ein eingenetzter Wurf von Klaudia Pielesz sorgten dafür, dass Müller beim 20:13 erneuten Redebedarf mit seinem Team verspürte. Den großen Schwung setzte die zweite Ansprache jedoch nicht frei, denn das Spiel pendelte sich nun bei einer Tordifferenz von acht bis neun Toren ein. Erst in den letzten Minuten konnte der Favorit den Abstand in den zweistelligen Bereich heben.

Trotz der vermeintlich deutlichen Niederlage konnten die Frisch-Auf-Frauen die Heimreise mit erhobenen Köpfen antreten. Für ein besseres Ergebnis fehlte gestern Abend auch das nötige Quäntchen Glück bei dem ein oder anderen Wurf. Insgesamt zeigten die Grün-Weißen einen Auftritt, der für die Moral der Mannschaft spricht und genauso auch am kommenden Sonntag im Kellerduell gegen Celle gefordert ist. Etwas mehr Konzentration im Angriff und eine kompaktere Defensive müssen die Göppingerinnen dann aber auch zeigen und zumindest personell steht dem nichts im Weg. Denn die wichtigste Nachricht des gestrigen Abends lautete, dass alle Spielerinnen ohne Verletzung in den Bus nach Göppingen stiegen.


SO SPIELTEN SIE

Thüringer HC: Eckerle, Satrapova; Reshetnikova (2), Scheffknecht (7), Frey (2), Buceschi (6), Pintea (1),  Schmelzer (2), Luzumova (3), Engel (10/6), Blase, Huber (1), Wohlbold (1)

FA Göppingen: Lengyel, Jochims; Brugger, Struijs (3), Zrnec (1), Schraml (1), Kinlend (4), Guberinic (1), Krhlikar (5/1), Petrinja (4/2), Pielesz (6)

Schiedsrichter: Klip / Maier
Siebenmeter: 7/6 : 4/3
Zeitstrafen: 4 Min. : 2Min.

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