DHB-Pokal: FRISCH AUF in Favoritenrolle

von Holger Riegel

Samstag | 03.10.2015 | 17:30 Uhr | Markweghalle Herrenberg

Frisch-Auf-Frauen greifen in den DHB-Pokal ein

Für die Gastgeberinnen der SG H2Ku Herrenberg dürfte der Vergleich mit den Göppingerinnen das Spiel des Jahres sein und entsprechend wird das Pokalspiel promotet. Unter dem Motto „Der Super-Samstag“ läuft in der Herrenberger Markweghalle ein Event, dass die Handballerinnen mit ihrem Pokalduell um 17:30 Uhr eröffnen. Um 20:00 Uhr steigt dann noch das Drittliga-Spiel der SG-Männer und auch rund um die Halle ist für Programm gesorgt.

Für einige Akteure auf Seiten der „Kuties“ ist die Begegnung mit den Grün-Weißen aber nicht nur ein sicherlich außergewöhnliches Pflichtspiel, sondern auch eine Reise in die eigene handballerische Vergangenheit. Katrin Schröder trug fast fünf Jahre das Göppinger Trikot, Alisa Berger gehörte zwei Spielzeiten den Frisch-Auf-Frauen an. Und Trainer Hagen Gunzenhauser verbindet mit Göppingen nicht nur seinen Wohnsitz, sondern auch verschiedene Tätigkeiten bei den Handballerinnen. Für große Brisanz sollten diese Personalien jedoch nicht sorgen, denn im Kader von Aleksandar Knezevic steht keine Spielerin mehr, die mit dem Trio direkte Berührungspunkte bei Frisch Auf hatte.

Für Aleksandar Knezevic ist die Ausgangssituation vor dem Pokalspiel klar: „Wir gehen als Favorit ins Spiel und wollen eine Runde weiter kommen.“ Von einer vermeintlich leichten Aufgabe in der 2. Runde will er dagegen nichts wissen. „Der Pokal ist immer gefährlich, zumal wenn es ein Derby ist. Man darf sich nicht sicher sein und muss mit großer Konzentration an die Aufgabe gehen“, erklärt der Frisch-Auf-Coach. Obwohl Knezevic die Wettbewerbe Liga und Pokal vollkommen getrennt betrachtet, würde seinem Team ein Sieg unbestritten gut tun.

Viel Lob, aber keine Punkte lautet die bisherige Zwischenbilanz in der Liga und ein Erfolg im Pokal dürfte den Grün-Weißen sicherlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben bringen. Doch dafür ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung des neu zusammengestellten Kaders nötig. Dass man auch gegen die Großen der Liga über weite Strecke mithalten kann, bewies nicht zuletzt der letzte Heimauftritt gegen Bietigheim. Zudem die 24:26-Niederlage gegen den Nachbarn am Mittwoch noch eine nachträgliche Aufwertung erhielt, denn Bietigheim konnte mit dem Thüringer HC den amtierenden Meister mit 33:29 besiegen.

Am Samstag zählen diese Auftritte jedoch nicht mehr. „Wir wollen unbedingt gewinnen“; gibt Aleksandar Knezevic die Parole unmissverständlich vor und das, obwohl er nicht sorgenfrei in die Partie geht. Ana Petrinja und Jessica Jochims hatten diese Woche gesundheitliche Probleme und konnten am Trainingsbetrieb nicht teilnehmen. Der Einsatz des Duos ist fraglich. Dennoch streben die Frisch-Auf-Frauen einen Sieg an. Wohlwissend, dass ein Erfolgserlebnis beim Blick auf die Liga auch für den Kopf eine Signalwirkung haben könnte.

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