Die gute Heimbilanz ausbauen

von Frank Höhmann

Nur zwei Mannschaften ist es bislang gelungen, die FRISCH AUF Frauen in deren Heimspielstätte zu bezwingen. Und diese beiden Mannschaften stehen auf den Plätzen eins und drei. Mit einem Heimsieg gegen Bayer 04 Leverkusen wollen die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen ihre gute Heimbilanz ausbauen und den Kontrahenten in der Tabelle wieder überholen. Gespielt wird am Samstag um 19 Uhr in der EWS-Arena.

„Unser primäres Ziel, den Klassenerhalt, haben wir souverän erreicht. Und auch unser zweites Vorhaben, auf einem einstelligen Tabellenplatz zu landen, sollte klappen. Das ist ein super Gefühl. In der Endphase geht es nun darum, so weit vorne wie möglich zu landen“, sagt Trainer Aleksandar Knezevic. Die FRISCH AUF Frauen könnten so erfolgreich wie noch nie abschneiden. Trotz der 21:28-Niederlage in Dortmund beträgt der Rückstand auf den vierten Rang nur einen Zähler. Dass die FRISCH AUF Frauen drei ihrer restlichen fünf Partien in eigener Halle austragen können, motiviert die Knezevic-Schützlinge erst recht. „Es kommen immer mehr Fans, das freut uns ungemein und wir wissen das zu schätzen. Der Fanclub ist auswärts immer dabei und gibt uns großen Rückhalt“, sagt Kreisläuferin Lina Krhlikar. Sie und ihre Teamkolleginnen haben im Hinspiel fast schon Historisches vollbracht: Erstmals nach 2008 und zum zweiten Mal überhaupt entführten die Grün-Weißen bei den Werkselfen die Punkte. „Wir haben auswärts gewonnen, jetzt wollen wir das natürlich vor eigenem Publikum auch.“

Doch kommt mit den von Renate Wolf trainierten TSV-Handballerinnen, die ihr 43. Jahr im Oberhaus bestreiten, ein Gegner unter den Hohenstaufen, der vier seiner jüngsten fünf Spiele gewonnen und zuletzt Dortmund und Metzingen besiegt hat. Wolf fordert einen ähnlich engagierten Auftritt wie in diesen beiden Spielen. Nur dann könne man auch in Göppingen bestehen. „Leverkusen ist ein stabiler Gegner, der wie wir eine starke Abwehr spielt und nur wenige Gegentore zulässt“, weiß der Coach der FRISCH AUF Frauen. „Wir müssen wieder über Emotionen und Kampfgeist kommen und unsere Angriffe mit Geduld vortragen.“ 

Beim zwölfmaligen deutschen Meister tut sich nach der Saison einiges: Nach 20 Jahren auf der Trainerbank wird Renate Wolf ihr Amt an den Niederländer Robert Nijdam weitergeben, der der Wunschkandidat der Leverkusener war. Als Geschäftsführerin bleibt Renate Wolf aber weiter erhalten. „Ich möchte einfach etwas mehr Zeit für mich haben“, führt die Übungsleiterin den Grund für ihren Rückzug an. Kreisläuferin Jenny Karolius hat ihren Vertrag ebenso verlängert wie Rückraumspielein Kim Berndt und Sally Potocki. Wechseln wird Kim Braun. Sie schließt sich der SG BBM Bietigheim an. Torhüterin Katja Kramarczyk beendet Ende Juni ihre Karriere. Als Neuzugänge stehen Junioren-Nationalspielerin Naina Klein vom West-Drittligameister TuS Lintfort und die Ex-Leipziger Torhüterin Nele Kurzke fest, die derzeit noch für den HC Rödertal aufläuft.

Ein Sieg in Göppingen würde Big Points und einen ganz wichtigen Schritt im Kampf um Rang vier bedeuten. Den haben aber auch die FRISCH AUF Frauen noch nicht aus den Augen verloren. In Dortmund mussten Michaela Hrbkova und Alexandra Sviridenko ersetzt werden und in den letzten 14 Minuten auch noch die bis dato erfolgreichste Schützin Iris Guberinic, die die Rote Karte sah. Diese Ausfälle konnten die Göppingerinnen nicht wegstecken. „Wir haben immer noch einige angeschlagene Spielerinnen“, sagt Knezevic. „Aber wir haben in der Vergangenheit schon andere schwierige Situationen gemeistert und werden uns voll reinhängen.“

Livestream

Wie alle Spiele der FRISCH AUF Frauen wird auch diese Begegnung im Internet live übertragen. Ab 19:00 Uhr können auch die Fans, die nicht in der EWS-Arena sein können unter www.sportdeutschland.tv die Daumen drücken.

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