Dritte Runde des DHB-Pokals in Hessen

von Holger Riegel

Um 19:00 Uhr wird die Begegnung gegen die heimischen Vipers angepfiffen und es geht um nicht weniger als den Einzug in das Viertelfinal des Pokalwettbewerbs. Eine schwere Hürde für die Grün-Weißen, die nach erneut zweieinhalb Wochen Spielpause zunächst ihren Rhythmus finden müssen. „Es ist sehr schwierig in diesem Jahr, denn der Spielplan ist total zerrissen“, berichtet Aleksandar Knezevic beim Blick auf die bisherigen und kommenden Aufgaben. Besserung ist keineswegs in Sicht, denn nach dem Pokalspiel in Hessen, gastiert nur noch der Aufsteiger aus Rödertal am kommenden Samstag in der EWS Arena, ehe wegen der Weltmeisterschaft der Ball bis kurz vor Weihnachten  erneut ruht.

Hinzu kommt, dass das Gastspiel bei den Giftschlangen zwar bereits das siebte Pflichtspiel der Göppingerinnen ist, man aber zum sechsten Mal in der Ferne antreten muss. „Ich hoffe, unsere Fans erinnern sich überhaupt nach an uns“, kommentiert der FRISCH AUF-Coach das Missverhältnis zwischen Heim- und Auswärtsantritten mit einem Lächeln. Doch alles Jammern hilft nicht, in Bad Wildungen geht es um den vorletzten Schritt in Richtung Final-Four und natürlich wäre Knezevic mit seinen Mädels gerne mal wieder bei der Endrunde um den DHB-Pokal dabei.

„Es ist ein Pokalspiel, da gibt es keine Möglichkeit zur Revanche“, erklärt der Trainer und sieht die Chancen bei einem Gegner auf Augenhöhe bei 50:50. Eine realistische Einschätzung, auch wenn die Tabelle der Bundesliga derzeit ein anderes Bild zeigt. Dort stehen die Göppingerinnen mit 2:8 Zählern aktuell auf dem 9. Platz und damit eine Position hinter Bad Wildungen, die aber ihrerseits ein mit 5:5 Punkten ausgeglichenes Punktekonto aufweisen können. Vor allem das 27:27-Remis gegen Borussia Dortmund vor zwei Wochen zeigte, dass die Vipers zu Hause gerne zubeißen. Den Schwung aus der Schlussphase dieser Begegnung, als sich die Hessinnen gegen die Schwarz-Gelben in den letzten zehn Minuten aus einem Vier-Tore-Rückstand ein Unentschieden erkämpften, möchte HSG-Trainerin Tessa Bemmer mit in das Pokalspiel nehmen.

In der Liga waren die Vergleiche der beiden Kontrahenten in den letzten Jahren zumeist von großer Spannung und Dramatik geprägt, alleine drei der zehn bisherigen Duelle endeten mit einem Unentschieden. Dieses Resultat wird es heute sicher nicht geben. Dabei müssen die FRISCH AUF Frauen besonders auf die beiden Halbpositionen achten, denn dort wartet mit Laura Vasilescu und Anouk Nieuwenweg ein wurfgewaltiges Duo auf die Göppinger Defensive. Hinzu kommt mit Tamara Haggerty eine torgefährliche Kreisläuferin, die die sich bietenden Freiräume zu nutzen weiß.

Zumindest etwas entspannter stellt sich die personelle Situation im Kader von Aleksandar Knezevic dar. Anja Brugger und Lina Krhlikar sind seit ein paar Tagen wieder im Mannschaftstraining und werden in Bad Wildungen zumindest auf dem Spielbericht erscheinen. Ob es letztlich auch zum Comeback auf der Spielfläche kommen wird, lässt der Trainer noch offen und will kein Risiko eingehen, zumal er keine weiteren Ausfälle zu vermelden hat und somit vollzählig anreist.

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