„Ein unglaublich hohes Level“

von Holger Riegel

Foto: groundshots.de
Foto: groundshots.de

Die FRISCH AUF Frauen schlugen die Gäste mit deren eigenen Waffen. Gegen die bis zum gestrigen Spieltag beste Abwehr der Liga rührte das Team von Trainer Aleksandar Knezevic selbst Beton an. Mit einer beeindruckenden Abwehrleistung ließen die Göppingerinnen in der ersten Hälfte nur sieben Gegentore zu und legten so den Grundstein. Der BVB wirkte phasenweise entnervt und fand nie ins Spiel. Trainerin Ildiko Barna hatte nach dem Abpfiff ihren Humor trotzdem nicht verloren: „Wir wären heute wohl besser im Bus geblieben. Bei uns hat gar nichts geklappt, wir hatten 23 Fehlwürfe. Göppingen hat schönen Handball gespielt, der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient.“

Nach dem Seitenwechsel knüpften die FRISCH AUF Frauen direkt an die erste Halbzeit an und führten in der 38. Minute erstmals mit zehn Toren Differenz. Die wenigen Bälle, welche die Abwehr durchließ, wehrte nun die sich stetig steigernde Kristy Zimmerman ab. Ihre Gegenüberin Clara Woltering schimpfte dagegen sichtbar frustriert, weil ihr die Bälle nur so um die Ohren flogen. Bezeichnend für den Spielverlauf waren in der 45. Minute die Tore zum 23:12 von Anja Brugger und zum 24:12 durch Maxime Struijs. Beide Würfe prallten vom Pfosten ab und wurden von der unglücklichen Woltering ins Tor gelenkt. Auf der anderen Seite flog ein Dortmunder Lattenknaller dagegen ins Feld zurück. So geriet die Schlussviertelstunde zum Schaulaufen für die FRISCH AUF Frauen, bei denen sich alle Spielerinnen nahtlos in eine gute Mannschaftsleistung einfügten. „Wir haben heute ein unglaublich hohes Level erreicht“, freute sich Trainer Knezevic. Mit dem Sieg überholten die Grün-Weißen den BVB und rückten auf Platz sechs vor. „Das ist nach 15 Spielen eine tolle Position für uns. Gegen Bietigheim wollen wir nun versuchen, eine Überraschung zu schaffen“, sagte Knezevic. Am Faschingsdienstag, 28. Februar, gastiert der Tabellenführer in der EWS-Arena.

FRISCH AUF Göppingen: Zimmerman, Lengyel (ab 55.); Brugger (4), Struijs (6/1), Adamkova (1), Schindler (1), Kinlend (1), Hrbkova (6/1), Guberinic (5/4), Krhlikar (3), Petrinja, Pielesz (3).

BVB Dortmund: Woltering, Ferenczi; Burrekers, Kramer (2), Grijseels (1), Weisheitel, Zimmermann, Müller (2), Traumüller (3), Ettaqi, van Kreij (3), Huber (4), Emberovics (1), Vaszari (3).

SR: Dinges / Kirsch. Zeitstrafen: 0:4 Minuten. Zuschauer: 984.

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