Erfolgserlebnis als Ziel

von Holger Riegel

Für Aleksandar Knezevic und sein Team ist die Sehnsucht vor dem Duell gegen die Nordlichter groß. Zum einen wünscht man sich nach vier Niederlagen in Folge wieder mal ein Erfolgserlebnis, zum anderen hofft man auf die Rückkehr der ein oder anderen verletzten Spielerin. Denn letztlich waren die letzten beiden Schlappen gegen Bad Wildungen und Leverkusen auch der sehr angespannten Personalsituation geschuldet. Mit Lina Krhlikar, Prudence Kinlend und Klaudia Pielesz fehlten dem FRISCH AUF Trainer zuletzt drei Spielerinnen. Viel Holz für den auf Kante gestrickten Kader von Knezevic.

Eine komplette Genesung des Trios kann der Coach vor dem Vergleich gegen Oldenburg nicht vermelden, aber er hofft auf Rückkehrerinnen aus dem Lazarett. „Eine endgültige Entscheidung wird sicherlich erst kurz vor dem Spiel fallen, aber bei Lina sieht es schon besser aus. Hinter Klaudia steht ein großes Fragezeichen und Prudence wird uns definitiv fehlen“, lässt sich Aleksandar Knezevic in die Karten schauen. Zudem setzt der Trainer auf den Teamgeist und den Willen seiner verbleibenden Spielerinnen, denn war die Vorstellung in Leverkusen eine klare Steigerung. „Die Mädels haben stark gespielt, die Moral hat gestimmt, jede hat für die andere mitgearbeitet“, blickt Knezevic eine Woche zurück.

Ohne Zweifel wird es aber auch gegen den VfL ein Kraftakt für die FRISCH AUF Frauen, denn es gilt im Besonderen auf die vermeintlich größte Stärke der Gäste zu achten. „Oldenburg ist seit Jahren bekannt für ein immenses Tempo nach vorne. Hier sind wir gefordert, hier gilt es dagegen zu halten“, blickt Knezevic auf den Gegner. Dass man die Nordlichter aber auch durchaus mit den eigenen Mitteln schlagen kann, zeigte das Hinspiel. Dort waren die Grün-Weißen in der 47. Minute und einem 21:28- Rückstand eigentlich besiegt, drückten im Endspurt das Gaspedal aber bis zum Anschlag durch. Tor um Tor wurde aufgeholt und am Ende konnte der 33:33-Ausgleichstreffer, den Prudence Kinlend mit dem Schlusspfiff erzielte, ausgiebig gefeiert werden.

Ein herber Schlag für Oldenburg, das in den letzten Wochen zudem für ungewohnt viele Schlagzeilen sorgte. Zunächst machten wirtschaftliche Probleme die Runde. Durch den schrittweisen Ausstieg des Hauptsponsors herrschte im Norden Unruhe und Planungsunsicherheit. Zwischenzeitlich machten sogar Gerüchte die Runde, dass man einen Rückzug aus der Liga überprüfe, aber dieses Szenario ist glücklicherweise vom Tisch. Doch die nächste „Bombe“ platzte vor ein paar Tagen, denn Trainer Leszek Krowicki bat zum Saisonende um die vorzeitige Auflösung seines laufenden Vertrags. Ein Paukenschlag, denn der Pole sitzt seit 2005 auf der VfL-Bank und zeichnete für eine erfolgreiche Ära verantwortlich. Zwar konnten die Oldenburger Verantwortlichen die Trainernachfolge schnell klären, aber auch im Kader deutet sich ein großer Umbruch an.

Bleibt die Frage, wie das Team von Krowicki auf diese Situation reagiert. Rein sportlich hinkt man den eigenen Zielen etwas hinterher, aber ohne Zweifel begrüßen die FRISCH AUF Frauen am Sonntag ein Team, das weiterhin zu den Topmannschaften der Liga zählt.

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