FRISCH AUF Frauen beweist längeren Atem

von Redaktion

Wolfgang Karczewski - NWZ - 14.05.2018

Nach dem 25:22-Derbysieg gegen die Neckarsulmer Sportunion strahlten die Bundesliga-Handballerinnen von FRISCH AUF Göppingen um die Wette. Wieder einmal war eine Kraftanstrengung der Grün-Weißen vonnöten, um den Gegner in die Knie zu zwingen.

„Für uns war es wichtig, uns mit einem Sieg von unserem Publikum zu verabschieden“, er­klärte Torjägerin Michaela Hrbkova, die nach der Partie zum dritten Mal hintereinander als Spielerin des Jahres ausgezeichnet wurde (siehe nebenstehender Artikel). „Das Spiel hat viel Kraft gekostet. Wir mussten richtig kämpfen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer werden würde“, bekannte die Linkshänderin.

Vor allem in der Anfangsphase hatten die Göppingerinnen Probleme mit den hellwachen Gästen, die durch Treffer der ehemaligen FRISCH AUF-Spielerinnen Seline Ineichen und Maike Daniels bis zur dritten Minute mit 2:0 führten. Die Gastgeberinnen hatten ihr Visier noch nicht richtig eingestellt, warfen über das gegnerische Gehäuse, scheiterten an NSU-Torhüterin Ann-Cathrin Giegerich oder trafen den Pfosten. Die Treffer ans Gebälk zogen sich für FRISCH AUF wie ein roter Faden durch die Partie. Insgesamt landeten Göppinger Würfe sechs Mal an Pfosten beziehungsweise Latte.

In Überzahl glichen die klar favorisierten Gastgeberinnen in der 13. Minute zum 4:4 durch die überragende Michaela Hrbkova aus, die im Derby mit ihren zwölf Treffern beste Torschützin war und all ihre sechs Siebenmeter verwandelte. Nach einer Neckarsulmer Auszeit ging FRISCH AUF mit 5:4 in Führung und baute diese auf 7:4 aus (16.). Alles deutete darauf hin, dass die Göppingerinnen nun das Spiel diktieren sollten. Doch die Gäste fanden zurück in die Partie, drehten das Spiel und gingen in der 27. Minute mit 11:10 in Front. Zur Pause hatte FRISCH AUF Göppingen, wenn auch knapp, wieder die Nase vorn (13:12).

Bis weit in die zweite Hälfte hinein hielten die Underdogs mit und konnten die Begegnung offen gestalten. Nach dem 16:15 für FRISCH AUF gelang ihnen letztmals der Ausgleich (42.). Danach fand Göppingen immer mehr zu seinem Spiel, während Neckarsulm nachließ, so dass das Team von Aleksandar Knezevic durch ein Tor von Spielführerin Karin Weigelt auf 22:17 davonzog (52.). „Wir wurden im Verlauf des Spiels immer stärker. Genau das zeichnet uns in dieser Saison aus“, freute sich Michaela Hrbkova.

Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits gelaufen. Souverän brachten die FRISCH AUF Frauen den Vorsprung in ihrem letzten Bundesliga-Heimspiel in dieser Saison über die Zeit und gewannen mit 25:22.

FRISCH AUF Göppingen: Zimmerman (ab 31.), Lengyel; Brugger (1), Struijs (1), Weigelt (2), Schindler, Kinlend (7), Hrbkova (12/6), ­Guberinic, Sviridenko, Schuhknecht (n.e.), Adamkova, Krhlikar (2), Bergschneider (n.e.).

Neckarsulmer Sportunion: Giegerich, Sattler (n.e.), Gorelova (18.-30., 51.-58.), Brausch (n.e.); Kalmbach, Hoffmann (5), Breitinger, Kaufmann (2), Daniels (2/1), Namat, Ineichen (4), Reimer (5/1), Moldrup (4).

Schiedsrichter: Kilp/Maier (Oberursel).

Zeitstrafen: 10:8 Minuten.

Rot: Weigelt (60./dritte Zeitstrafe). – Zuschauer: 1300.

Zurück