Frisch-Auf-Frauen jubeln über Traumstart

von Redaktion

Könnte man sich einen Bilderbuchstart ausmalen, die 60 Minuten in der EWS-Arena würden dem Idealbild sehr nahe kommen. "Ich bin sehr zufrieden. Wir haben in beiden Halbzeiten Gas gegeben, das Tempo hoch gehalten und defensiv sicher gestanden", strahlte Aleksandar Knezevic. "Vor dem ersten Spiel ist es immer schwierig. Man weiß nie, wo man steht", lösten sich die Zweifel beim Göppinger Übungsleiter schnell in Wohlgefallen auf. Es war ein Nachmittag, an dem alles klappte bei Frisch Auf, das mit der Start-Sieben Herrmann, Windisch, Brugger, Leppert, van de Wiel, Rösler und Scheffknecht begann.

Nach sieben Minuten stand beim 8:3 bereits eine Fünftore-Führung zu Buche, Gäste-Trainerin Christina Cabeza Gutierrez sah sich zu einer Auszeit gezwungen, doch ihr Team fand gegen groß aufspielende Gastgeber weiterhin kein Mittel. In der Offensive tat sich Trier, das ohne Linkshänderin antrat, äußerst schwer und war oftmals zu Notwürfen gezwungen.

Frisch Auf zeigte sich im Angriff sehr variabel, Kreisläuferin Anika Leppert und die Außen Anja Brugger und Marlene Windisch sowie im weiteren Spielverlauf Iris Guberinic waren gut eingebunden, der Ball lief flüssig durch die Reihen der Grün-Weißen, bei denen Ania Rösler umsichtig Regie führte.

Besonders zu gefallen wusste auch Neuzugang Anouk van de Wiel, die defensiv mit Anika Leppert einen zuverlässigen Mittelblock bildete und offensiv als zehnfache Torschützin in Erscheinung trat. Ihre drei Treffer binnen zwei Minuten erhöhten das Resultat von 16:10 auf 19:10, der 20:10-Halbzeitstand durch einen sicher verwandelten Strafwurf von Nicole Dinkel kam einer Vorentscheidung gleich.

Auch in Hälfte zwei ließ Frisch Auf keinen Schlendrian aufkommen und lag beim 28:13 mit 15 Toren in Front (40.). Nun kam die kürzlich verpflichtete Torfrau Jessica Jochims zu ihrem Debüt. Sie löste die neue Nummer eins Melanie Herrmann ab, die für ihre sehr gute Leistung viel Applaus erhielt. Göppingen zeigte sich weiter torhungrig und präsentierte dem begeisterten Anhang noch das eine oder andere Kabinettstückchen. Ania Rösler setzte den 39:21-Schlusspunkt, der 18-Tore-Erfolg ging auch in dieser Höhe völlig in Ordnung.

Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Anja Brugger, die nach einem Zusammenprall nicht mehr weiterspielen konnte (18.). "Ich hoffe, dass bei Anja nichts Schlimmeres passiert ist", sorgte sich Knezevic, "sie war super drauf. Ein Ausfall wäre echt bitter." Für Brugger agierte zeitweise van de Wiel auf Rechtsaußen. "Wo ich spiele, ist egal. Hauptsache, ich kann dem Team helfen", stellt sich die Holländerin in den Dienst der Mannschaft und sprach ein kollektives Lob aus: "Wir haben als Einheit gekämpft. Meine zehn Tore sind schön, wichtig ist aber der Sieg."

SO SPIELTEN SIE

FA Göppingen: Herrmann, Jochims; Brugger (2), Scheffknecht (5), Windisch (2), Schraml, Daniels, Guberinic (4), van de Wiel (10), Rösler (5), Dinkel (8/4), Leppert (3).

DJK/MJC Trier: Flöck, Kockler; Michielsen (5), Sattler (2), Backhed (1), Mohr (1), Schneider (4/1), Houben (2), Czanik, Derbach (3), Struijs (2), Garcia Almendaris (1).

Schiedsrichter: Miriam Jarke/Sandra Senk (Wiesloch/Ludwigshafen).

Zeitstrafen: 4:6 Min. - Zuschauer: 650.

Quelle: NWZ - Andreas Böhringer - 08.09.2014

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