Maxime Struijs lässt FRISCH AUF jubeln

von Redaktion

Wolfgang Karczewski - NWZ - 27.12.2017

Als Regisseurin Maxime Struijs zwei Sekunden vor Schluss mit einem kraftvollen Wurf aus dem Rückraum den 31:30 (14:17)-Sieg der Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen über Borussia Dortmund sicherstellte, war der Jubel in der mit 1300 Besuchern gefüllten EWS-Arena groß. Göppingens Trainer Aleksandar Knezevic zeigte sich erleichtert, dass sein Team die zwei Punkte unterm Hohenstaufen behalten konnte. „Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass wir die Partie schon früher für uns entschieden hätten“, meinte der Coach.

Mehrfach hatten die Gastgeberinnen die Möglichkeit, den Sack zuzumachen. Die größte in der 53. Minute, als Kreisläuferin Petra Adamkova beim Stand von 27:24 für die Göppingerinnen am Tor von Nationalspielerin Clara  Woltering vorbeiwarf. Danach kamen die Gäste noch zwei Mal zum Ausgleich (29:29/57.; 30:30/60.), ehe Struijs für die Entscheidung zu Gunsten der Frisch-Auf-Frauen sorgte.

In der ersten Hälfte hatte zunächst wenig auf ein Göppinger Erfolgserlebnis hingedeutet. Trotz offensiver Deckung gelang es dem starken Dortmunder Rückraum, immer wieder gegen die Frisch-Auf-Torhüterinnen Kristy Zimmerman und Edit Lengyel einzunetzen. Dabei kamen den Gästen mehrere Zeitstrafen gegen die Gastgeberinnen zu Gute, die der BVB eiskalt ausnutzte und bis zur Pause auf 17:14 davonzog.

Im zweiten Durchgang stellte Knezevic seine Hintermannschaft noch offensiver auf. Damit kamen die favorisierten Dortmunderinnen überhaupt nicht zurecht. Dieser taktische Griff sollte sich als entscheidende Maßnahme für die Wende des Spiels entpuppen. In der 41. Minute glichen die Frisch-Auf-Frauen erstmals seit der 23. Minute in Person von Prudence Kinlend zum 20:20 aus und drehten die Begegnung.

„Es war ein sehr gutes Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir super gekämpft und gut dagegen gehalten“, befand Knezevic. Der Göppinger Trainer freute sich darüber, dass alle eingesetzten Feldspielerinnen sich in die Torschützenliste eintragen konnten.

Die Dortmunder Trainerin Ildiko Barna ärgerte sich nach der Partie über den spielentscheidenden Treffer von Struijs. „So kurz vor  Schluss darf die Spielerin nicht zum Wurf kommen. Das war ein blöder Fehler. Ein Unentschieden wäre sicher gerechter gewesen.“ Wolfgang Karczewski

FA Göppingen: Zimmerman; Lengyel; Brugger (3), Struijs (5/1), Weigelt (1), Schindler (1), Kinlend (7), Hrbkova (7/3), Guberinic (3), Sviridenko (2), Schuhknecht (n.e.), Adamkova (2), Krhlikar (n.e.), Bergschneider (n.e.).

Borussia Dortmund: Ferenczi (n.e.), Woltering; Grijseels (6), Weisheitel, C. Müller (1), A. Müller (2), Espinola, Galinska, Kamp, Huber (12/6), Mansson (5), ­Emberovics, Bleckmann, Brandt, Vaszari (4).

SR: Merz/Schilha (Mecken­beuren).

Zeitstrafen: 10:10 Minuten.

Rot: Kinlend (56.), Emberovics (56./jeweils dritte Zeitstrafe).

Zuschauer: 1300.

 

Bilder vom Spiel gibt es in unserer Flickr-Galerie

Zurück