FRISCH AUF Frauen stehen im Viertelfinale um den DHB-Pokal

von Holger Riegel

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, heißt es immer recht lapidar, aber die Göppingerinnen erfuhren zumindest in den ersten dreißig Minuten des Achtelfinals um den DHB-Pokal, dass diese Aussage auch Wahrheiten beinhaltet.

Zunächst legten die Grün-Weißen vor und führten nach vier Minuten mit 1:2, doch dann übernahm der „David“ Beyeröhde das Kommando und der „Goliath“ Göppingen wankte. Fünf Tore in Folge gelangen dem Zweitligist und dazu benötigten die Hausherrinnen nicht mal die Unterstützung der eigenen Fans, die bei nur 110 Zuschauern erschreckend spärlich ausfiel. Zwar traf nun auch der Erstligist wieder, aber am Vorsprung des TV änderte sich zunächst nicht viel. Im Gegenteil, beim 12:7 (24.) hatte Beyeröhde gar die höchste Führung inne. Doch ausgerechnet eine Auszeit der Gastgeberinnen brachte FRISCH AUF wieder in die Spur. Bis zur Halbzeit hatte das Team von Aleksandar Knezevic auf 11:14 verkürzt und blies nach der Pause endgültig zum Angriff.

Es wurde ein „M & M“-Festival, denn Maxime Struijs und Michaela Hrbkova wurden mit ihrer individuellen Klasse zum Garanten für den Sieg. Binnen vier Minuten hatte Göppingen zum 14:14 egalisiert und der nächste Treffer für den TV sollte die letzte Führung des Außenseiters sein. Die Grün-Weißen bauten nun ihren Vorsprung kontinuierlich aus und die erneut sehr starke Kristy Zimmerman zog Beyeröhde spätestens in der 57. Minute den Zahn. Die Torfrau wehrte einen Strafwurf nebst freiem Nachwurf ab und ihre Mitspielerinnen bauten den Vorsprung noch zu einem standesgemäßen 25:32-Auswärtssieg aus.

„Wir waren müde von der Reise und uns fehlte die Konzentration, dazu kam natürlich auch die Nervosität, wenn man als Favorit auf einmal hinten liegt“, analysierte Aleksandar Knezevic die ersten zwanzig Minuten der Begegnung. Sehr zufrieden war der Trainer dagegen mit dem zweiten Durchgang, der mit 21:11 an seine Mannschaft ging: „Da haben wir das gezeigt, was von uns erwartet wurde.“ Großen Anteil an der starken zweiten Hälfte hatte der Rückraum der Göppingerinnen. Zwanzig Tore erzielten Michaela Hrbkova (10), Maxime Struijs (6) und Prudence Kinlend (4) nach dem Pausentee. „Sie hatten großen Anteil am Sieg“, lobte Knezevic folgerichtig sein Rückraum-Trio.

Nun stehen die FRISCH AUF Frauen im Viertelfinale und nur noch einen Schritt vom Final Four entfernt. „Natürlich ist es unser Traum, auch das nächste Spiel zu gewinnen“, sagt Aleksandar Knezevic. Ein Heimspiel würde dem Coach gut gefallen, ob sich der Wunsch erfüllen wird, wird sich am Mittwochabend bei der Auslosung in Bietigheim zeigen.

TV Beyeröhde: Weste, Centini (1); M. Münch (7/3), Fabisch (3), S. Münch (4/1), Stefes (4), Tomlik,
Jörgens (2), Adeberg (2), Sosnierz, Klinnert, Heinrichts (2)

FRISCH AUF: Zimmerman, Lengyel; Brugger (1), Struijs (9), Adamkova, Schindler (1), Kinlend (6),
Hrbkova (13/5) Guberinic, Krhlikar (2)

Zeitstrafen: 2 Min. : 6 Min.

Schiedsrichter: Marcus Hurst / Mirko Krag
Zuschauer: 110

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