FRISCH AUF lässt Oldenburg keine Chance

von Redaktion

Andreas Böhringer - NWZ - 01.08.2018

Die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen haben auch ihr viertes Spiel innerhalb von 14 Tagen gewonnen, rückten in der Tabelle auf Platz fünf vor und freuten sich zudem über die Saisonrekordkulisse von 1650 Zuschauern. Im Anschluss an den glatten Erfolg über Oldenburg, bei dem Torhüterin Kristy Zimmerman mit 16 gehaltenen Bällen herausragte, genossen die Grün-Weißen das verdiente Bad in der Menge.

Dem Team von Trainer Aleksandar Knezevic war von Beginn an das Selbstvertrauen aus dem Überraschungscoup gegen Metzingen anzumerken. Die erneut starke Abwehr ließ in Hälfte eins nur neun Gegentore zu. Beim Stand von 11:8 (21.) vernagelte Kristy Zimmerman ihr Gehäuse für die nächsten Minuten komplett, die Frisch-Auf-Frauen zogen durch Kinlend, Schuhknecht und Adamkova auf 14:8 davon. Gästetrainer Niels Bötel versuchte nun, mit der siebten Feldspielerin das Göppinger Bollwerk zu durchdringen, doch Frisch Auf traf in der 29. Minute nach zwei erneuten Zimmerman-Paraden gleich doppelt ins leere Oldenburger Tor. Zunächst schloss Hrbkova ab und nur wenige Sekunden danach brachte die Torhüterin selbst mit ihrem Treffer zum 16:8 die Halle zum Kochen.

Erst dann gelang Oldenburg der nächste Treffer. Mit der Pausensirene hielt Zimmerman auch noch einen Siebenmeter von Angie Geschke. „Es war unglaublich, was sie heute rausgefischt hat“, lobte Teamkollegin Prudence Kinlend und schob nach: „Kristy ist einfach super, auf sie ist immer Verlass.“

Nach dem Wechsel wehrte sie gleich wieder die ersten Würfe ab, Kinlend und zwei Mal Guberinic per Gegenstoß erhöhten auf 19:9. Danach kehrte vorübergehend Schlendrian ein, doch die Gäste kamen nie näher als sieben Tore heran. Knezevic zeigte Verständnis für die kleine Schwächeperiode der Seinen, „denn die letzten zwei Wochen haben viel Kraft gekostet“.

Die nächste Partie für die Frisch-Auf-Frauen, bei denen Petra Adamkova mit sechs Treffern beste Werferin war, steht wegen der bevorstehenden Pokalrunde erst in zwei Wochen in Neckarsulm auf dem Programm. „Wir müssen unseren Lauf nutzen und so viele Punkte wie möglich holen, um Sicherheit in Sachen Klassenerhalt zu haben“, sagte Prudence Kinlend und wehrt andere Ambitionen ab. Die Abstiegszone scheint nach der jüngsten Serie zwar weit weg, und „wir haben schon auch höhere Ziele, aber nach denen können wir schauen, wenn wir gesichert sind“.

FRISCH AUF Göppingen: Zimmerman (1), Lengyel (ein Siebenmeter); Brugger (2), Struijs, Weigelt (3), Schindler (2), Kinlend (4), Hrbkova (4), Guberinic (4), Sviridenko (3/2), Schuhknecht (1), Adamkova (6), Krhlikar (n.e.), Bergschneider.VfL Oldenburg: Renner, Kohorst (ein Siebenmeter); Fragge, Birke (1), Wenzl (3), Martens (3), Behrend (2), Geschke (6), Hartstock, Roller (1), Staal (3), Winter (3).
SR: Maike Merz/Tanja Schilha. Zeitstrafen: 6:4 Minuten. 
Zuschauer: 1650.

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