Heimpleite bei Kinlend-Comeback

von Redaktion

Wolfgang Karczewski - NWZ - 18.04.2017

Beim Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellenvierten Buxtehuder SV, dem drittletzten in dieser Saison, hatten die Fans der Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen erstmals die Möglichkeit, ihre Spielerin des Jahres zu wählen. Abgesehen von Linkshänderin Michaela Hrbkova, der Torschützin vom Dienst, die auch dieses Mal mit 11/3 Toren treffsicherste Akteurin ihres Teams war, hat sich keine Spielerin im grün-weiß Dress empfohlen, denn die Mannschaft von Trainer Aleksandar Knezevic verlor verdient mit 28:32 (13:18).

Auch Rückraumspielerin Prudence Kinlend, die nach ihrem Muskelfaserriss erstmals seit fünf Wochen wieder auf dem Parkett stand, und Kreisläuferin Lina Krhlikar, die nach ihrer langwierigen Verletzung deutlich mehr Spielanteile bekam als zuletzt, konnten dem Spiel nach ihren Einwechslungen keine Wende geben. „Buxtehude ist eine gute Mannschaft“, sagte die wieder genesene Kinlend nach der Partie, „sie waren uns taktisch und körperlich überlegen“, gestand die 25-Jährige.

Vor knapp 700 Fans in der EWS-Arena legten die Gäste aus dem Norden den deutlich besseren Start hin und führten nach einer knappen Viertelstunde bereits mit 10:5. Schon zu diesem Zeitpunkt sah sich Knezevic zu einer ersten Auszeit gezwungen, die jedoch nicht die erhoffte Wirkung hatte, denn Buxtehude konnte den Fünf-Tore-Vorsprung bis zum 18:13-Pausenstand aus Gästesicht halten.

„In der Abwehr gab es bei uns zu viele Absprachefehler. Die Kommunikation stimmte nicht“, stellte Prudence Kinlend fest. Auch ihr Trainer gestand, dass die Abwehr seiner Mannschaft „ziemlich schlecht gestanden“ habe. „Außerdem haben wir es schon in der ersten Halbzeit verpasst, unsere Chancen zu nutzen“, ärgerte sich Knezevic.

In Hälfte zwei bauten die Gäste ihre Führung mehrere Male bis auf neun Tore aus. Ein Funke Hoffnung flammte im Göppinger Lager noch einmal auf, als die Mannschaft um Spielführerin Anja Brugger dank einer 4:0-Serie in der Schlussphase auf 28:31 herankam. Doch die Buxtehuderin Lynn Knippenborg machte mit ihrem Treffer zum 28:32 in 58. Minute den Sieg für ihr Team endgültig perfekt.

„Jede Spielerin hat noch einmal gekämpft und alles mögliche versucht, aber es hat nicht gereicht“, erklärte Frisch-Auf-Trainer Knezevic. Vor dem Derby in Nellingen gelte es nun, die Abwehr zu stabilisieren. Wolfgang Karczewski

FA Göppingen: Zimmerman (1.-23.), Lengyel; Brugger (1), Struijs (1), Adamkova (3), Schindler (3), Kinlend (2), Hrbkova (11/3), Guberinic (3), Krhlikar (2), Petrinja, Pielesz (2).

Buxtehude: Lenz (1.-37.), Gronemann; Meyer (2), Fischer (4), Gubernatis (9/3), Knippenborg (4), Schirmer (2), Oldenburg (3), Bölk (6), Goos (1), Kaiser, Hayn (1).

Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Hemsbach).

Zeitstrafen: 0:2 Minuten.

Zuschauer: 694.

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