Heimspiel 05 - FRISCH AUF Frauen - TuS Metzingen - LOKALDERBY

von Holger Riegel

Sonntag | 22.11.2015 | 16:00 Uhr | EWS-Arena Göppingen

Rollenverteilung gegen Metzingen klar definiert

Einmal müssen die Bundesligahandballerinnen von Frisch Auf vor der WM-Pause noch ran. Am Sonntag steigt um 16:00 Uhr das Derby gegen die TuS Metzingen in der EWS Arena.

Eigentlich könnte es kein interessanteres Spiel als das Lokalduell zum Abschluss der ersten Saisonphase geben. Göppingen gegen Metzingen ist ein ewig junges Duell, ein Spiel, das von einer gesunden Rivalität geprägt ist und über die Jahre immer wieder mit anderen Ausgangslagen aufwarten konnte.

Am Sonntag sind die Vorzeichen klar definiert. Es geht nicht um die Vormachtstellung im süddeutschen Frauenhandball, denn diese Rolle mussten die Frisch-Auf-Frauen den finanzkräftigen Teams aus Metzingen und Bietigheim längst überlassen. Vielmehr ist es ein Kampf zwischen David und Goliath, der bei einem Blick auf die Tabelle bestätigt wird. Die „TusSies“ tummeln sich mit 11:3 Punkten im Spitzenfeld der Liga und schielen in Richtung Meisterschaft, die Grün-Weißen versuchen dagegen im Stile eines Eichhörnchens jeden Punkt für den Klassenerhalt einzuheimsen. „Die Rollenverteilung ergibt sich aus der Tabelle. Wir stehen hinter Metzingen und gehen daher als Außenseiter ins Spiel“, beschreibt Anika Leppert die Ausgangssituation. Die Spielführerin der Frisch-Auf-Frauen sieht in dieser Saison eine ausgeglichene Spitzengruppe in der Liga. „Es gibt keine dominierende Mannschaft. Der Kampf um den Titel wird spannend und Metzingen kann da mitreden“, schiebt die Kreisläuferin den Druck in Richtung Gäste. Und auch dort ist man sich darüber im Klaren. „Wir befinden uns in der Favoritenrolle, das wissen wir“, erklärt TuS-Manager Ferenc Rott.

Dennoch warnt der Macher der „TusSies“, dass sein Team „auf der Hut sein muss“, denn trotz der Dominanz der Metzingerinnen in den letzten Vergleichen, hat ein Lokalduell allzu gerne eigene Gesetze. „Es ist ein Derby, da herrscht eine gewisse Spannung, da geht es um Emotionen und vielleicht gelingt uns eine Überraschung“, charakterisiert Anika Leppert die Begegnung. Nach dem befreienden 25:20-Sieg gegen Celle haben die Grün-Weißen ihre Pflicht vor der Spielpause erfüllt und können am Sonntag zur Kür übergehen. Punkte sind nicht eingeplant, würden aber sehr gut tun.

Aber auch Metzingen reist mit viel Selbstvertrauen unter den Hohenstaufen. Die Premiere auf dem europäischen Parkett verlief am vergangenen Wochenende perfekt. Die zwei Heimspiele gegen den serbischen Vertreter vom ZRK Naisa Nis wurden mit 38:29- und 50:21-Erfolgen zum Schaulaufen. Diese 88 Treffer in zwei Spielen sollten bei den Göppingerinnen die Alarmglocken läuten lassen, denn auch in der Liga stellen die „TusSies“ die torgefährlichste Angriffsreihe. Und so ist vor allem die Defensive von Aleksandar Knezevic gefordert. Dabei muss der Frisch-Auf-Coach allerdings einen schwerwiegenden Ausfall kompensieren. Ana Petrinja wird fehlen. Die Spielmacherin ließ unmittelbar nach dem Spiel gegen Celle einen Eingriff an ihren Knien vornehmen, auch um nach der Pause und den dann anstehenden wichtigen Spielen wieder fit zu sein.

„Ein paar kleine Blessuren oder ein bisschen Schnupfen“ beschreibt Anika Leppert den Zustand ihrer Mitspielerinnen und ergänzt: „Wir wollen vor der Pause die letzten Kräfte mobilisieren und noch mal voll angreifen“. Natürlich setzt die Mannschaft dann auch auf die Unterstützung der Zuschauer. Der Sonntag soll nass und kalt werden, in der EWS Arena dürfte es zwischen den langjährigen Rivalen dagegen emotional und heiß zugehen.

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