Heimspiel 07 - FRISCH AUF Frauen - HC Leipzig: Tabellenführer zu Gast

von Holger Riegel

Samstag | 23.01.2016 | 19:30 Uhr | EWS-Arena Göppingen

Eigentlich ist es das einfachste Heimspiel der Göppingerinnen, denn gegen den aktuellen Klassenprimus haben die Grün-Weißen nichts zu verlieren. Natürlich sieht Aleksandar Knezevic die Begegnung gegen die Sächsinnen etwas anders. „Leipzig geht als haushoher Favorit in die Partie, aber wir werden alles gegeben und wie in jedem Spiel versuchen Punkte zu erkämpfen“, blickt der Frisch Auf-Trainer auf das Kräftemessen mit den Leipzigerinnen.

Dabei setzt der Coach auch auf die Erkenntnisse des Spiels in Buxtehude am vergangenen Wochenende. „Es war wohl unsere beste Leistung in dieser Saison“, blickt Knezevic auf die knappe und undankbare 26:27-Niederlage zurück. Obwohl man die Heimreise ohne Zählbares antreten musste, war der Coach mit der Vorstellung seiner Truppe mehr als zufrieden. „Wir haben endlich einmal über die gesamten 60 Minuten konstant gespielt und waren so ganz nah an Punkten dran“, erklärt Knezevic. Die verbesserte und konzentrierte Leistung im Angriff gefiel ihm genauso, wie die immer stärker werdenden Auftritte von Rückraumspielerin Maxime Struijs, die erneut beste Göppinger Torschützin war. Natürlich haderte der Trainer mit der knappen Niederlage, sah aber keine großen Fehler bei seinem Team. „Man verwirft auch mal einen Ball, verliert auch mal ein Duell in der Abwehr, das ist Handball“, erzählt Knezevic und will mit seinem Team die positiven EIndrücke mit in das Duell gegen den HC Leipzig nehmen.

Dort wartet mit den Gästen unbestritten eine der besten Mannschaften in der Bundesliga auf die Grün-Weißen. „Leipzig hat eine Top-Truppe, da gibt es fast keine Schwachstellen“, charakterisiert Knezevic den Gegner, der vor allem im Rückraum mit hoher Qualität aufwarten kann. Mit Shenia Minevskaja, Saskia Lang, Karolina Kudlac-Gloc und Anne Hubinger verfügt Trainer Norman Rentsch über erstklassige Optionen aus der zweiten Reihe, zu denen sich mit Luisa Schulze noch eine bärenstarke Kreisläuferin gesellt. Rund Dreiviertel der HC-Tore in dieser Saison gehen auf das Konto dieses Quintetts. Hinzu kommt noch Franziska Mietzner, die nach langer Verletzungspause just am Mittwoch beim 28:24-Erfolg gegen Celle ihre ersten Treffer für Leipzig erzielen konnte und dabei gleich sieben Mal einnetzte. Somit steht Norman Rentsch eine weitere Alternative im Kampf um die Meisterschaft zur Verfügung.

Und genau diesen Titel haben die Sächsinnen im Blick. 2010 holte der HC zum letzten Mal die Deutsche Meisterschaft, fünf Jahre ist das nun her. Eine lange Zeit für einen Verein, der Erfolge zuvor fast am Fließband feierte und auf insgesamt 29 nationale Titel zurück schaut. Und so bläst dieses Jahr zum Angriff auf den Thron der Serientäterinnen aus Thüringen, die dem Leipzig in den letzten fünf Spielzeiten die Pool Position im deutschen Frauenhandball abgenommen haben.

Auf das Team aus Erfurt trifft Leipzig Ende Januar zum Spitzenspiel, vielleicht könnte dies, sollte der Fokus der Gäste schon auf dieses Duell gerichtet sein, ein kleiner Vorteil für die Frisch Auf Frauen sein. Doch darauf wird Aleksandar Knezevic sicherlich nicht bauen. Viel mehr setzt der Trainer auf eine komplett zur Verfügung stehende Mannschaft und die Fans im Rücken: „Vielleicht gelingt uns ja eine Sensation.“ Wohlwissend, dass sein Team mit der Außenseiterrolle gut umzugehen weiß.

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