Heimspiel 08 - FRISCH AUF Frauen - BVB Dortmund Handball

von Holger Riegel

Samstag | 13.02.2016 | 19:30 Uhr | EWS-Arena Göppingen

Unterschiedlicher könnte die Situation beim Duell der beiden Mannschaften kaum sein. Während die Göppingerinnen seit sieben Spiele auf ein Erfolgserlebnis in Form von Punkten warten, blicken die Gäste aus dem Ruhrpott im gleichen Zeitraum auf eine Serie ohne Niederlage zurück. Mit 13:1 Punkte in Folge im Rücken kommen die Schwarz-Gelben nicht nur mit großem Selbstvertrauen unter den Hohenstaufen, sondern haben sich damit auch in der oberen Hälfte der Liga festgebissen und stecken mitten im Kampf um die internationalen Startplätze. Eine bemerkenswerte Zwischenbilanz für einen Aufsteiger.

Allerdings kommt diese Position nicht gänzlich unerwartet, denn bereits vor der Spielzeit hatte Ildiko Barna die Positionen 6 bis 8 als Ziel ausgegeben. Dass es aber so gut laufen würde, dürfte selbst die BVB-Trainerin überrascht haben. Zumal das Niveau in der oberen Hälfte der Tabelle sehr hoch ist und viele Mannschaften auf Augenhöhe agieren.

In Dortmund hat der Erfolg viele Namen, aber vor allem die Neuzugänge des Sommers zeichnen für die starken Auftritte des Neulings verantwortlich. Die Borussia hat sich mit namhaften Verpflichtungen das Sieger-Gen regelrecht eingekauft. So etwa die deutsche Nationalspielerin Nadja Nadgornaja, die nach fünf Jahren und ebenso vielen Meisterschaften beim Thüringer HC zum BVB kam und sofort zur Leistungsträgerin wurde. Mit 74 Treffern ist die Rückraumspielerin die stärkste schwarz-gelbe Angriffswaffe und zudem zweitbeste Feldtorschützin der Liga. Oder Anne Müller, die vom HC Leipzig kommend nicht nur im Angriff am Kreis für Gefahr sorgt, sondern auch in der Defensive eine starke Rolle spielt. Bleibt noch der Königstransfer des Sommers. Hinter der ohnehin schon kompakten Abwehr steht mit Clara Woltering eine Torfrau, die nicht nur als Champions-League-Gewinnerin zum BVB kam, sondern auch das Prädikat „Weltklasse“ verkörpert. Die Stärke dieser Deckung lässt sich zudem in Zahlen erfassen, denn die Dortmunderinnen stellen mit 313 Gegentoren die stärkste Defensive der Liga. Und als ob dies nicht schon genug wäre, liegen den Borussinnen die Auftritte in der Ferne. Bei sieben Auswärtsspielen gab die Mannschaft von Trainerin Barna gerademal fünf Punkte ab.

Entsprechend respektvoll beschreibt Aleksandar Knezevic den BVB Dortmund Handball als „besonderen Verein“ und ist sich bewusst, dass sein Team auch gegen den Aufsteiger in der klaren Außenseiterrolle ins Spiel geht. „Sie haben bereits im letzten Jahr in der 2.Liga eine ganz starke Rolle gespielt und nun gleich den Schritt in die Spitzengruppe der Bundesliga geschafft“, erklärt der Frisch Auf-Trainer mit verschnupfter Stimme. Und nicht nur Knezevic leidet unter einer Erkältung. „Wir kämpfen gerade mit einer Grippewelle und ich hoffe, dass möglichst viele Spielerinnen am Samstag wieder einsatzfähig sind“, macht dem Coach nicht nur die aktuelle Tabellensituation Sorgen. Die Grün-Weißen bewegen sich auf dünnem Eis, der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt weiterhin lediglich zwei Zähler und ein Erfolgserlebnis würde mit Blick auf die entscheidenden Spiele in den nächsten Wochen gut tun. „Wir müssen kämpfen und wollen unseren Zuschauern ein gutes Spiel zeigen“, gibt der Trainer die Losung für das Spiel gegen die Borrussinnen aus.

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