Heimspiel 11 - FRISCH AUF Frauen empfangen den Thüringer HC

von Holger Riegel

Sonntag | 17.04.2016 | 16:00 Uhr | EWS-Arena Göppingen

Serientäterinnen zu Gast

Erst am Mittwoch musste sich die Truppe von Aleksandar Knezevic beim Derby in Metzingen mit einem der Titelaspiranten messen, nun trifft man mit dem Team aus Thüringen auf das Spitzenteam des deutschen Frauenhandballs. Dabei grüßen die Gäste von der Position, die sie aus den vergangenen Jahren bestens kennen, denn der THC kommt als Tabellenführer unter den Hohenstaufen.

In den vergangenen fünf Spielzeiten mutierte der Thüringer HC zum regelrechten Serientäter. Fünf Meistertitel in Folge, dazu noch zwei Siege im DHB-Pokal drücken eindrucksvoll aus, mit wem es die Grün-Weißen am Sonntag zu tun bekommen. Für den Frisch-Auf-Trainer aber keineswegs ein Grund, die Partie schon vorher abzuhaken. „Auch in diesem Spiel werden wir alles geben und versuchen eine Überraschung zu schaffen“, erklärt Knezevic. Natürlich ist dem Coach klar, dass dafür aber alles passen muss, doch die Vorstellung beim Lokalduell in Metzingen hat durchaus gezeigt, dass die Göppingerinnen gerade gegen die Toppteams der Liga an einem guten Tag Paroli bieten können. „Ich habe am Mittwoch viele gute Sachen gesehen“, blickt Knezevic zurück. Vor allem die Konstanz, aber auch die Geduld stellt der Trainer vor dem Duell mit dem großen Favoriten in den Mittelpunkt. „Wir müssen unsere Leistung über die gesamte Distanz bringen, 40 oder 50 Minuten reichen nicht“, erklärt er und fordert von seinem Team zudem eine geduldige Spielweise. Natürlich muss auch das anstrengende Spiel unter Woche aus den Knochen, denn gesammelte Kräfte und Fitness sind eine Grundvoraussetzung vor dem Duell mit den Thüringerinnen.

Diese sind für Aleksandar Knezevic ohne jeden Zweifel „die beste Mannschaft in Deutschland“. Dabei steht seinem Kollegen Herbert Müller ein ausgeglichener Kader zur Verfügung, der viel internationale Erfahrung, aber auch einige junge Talente in seinen Reihen hat. Darunter finden sich auch zwei Spielerinnen, die im vergangenen Jahr noch im grün-weißen Trikot aufgelaufen sind. Die Linkshänderin Anouk van de Wiel und die frühere Göppinger Torjägerin Betae Scheffknecht, die unter der Woche ihren Vertrag in Erfurt bis 2018 verlängert hat, kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück.

Wie Metzingen am Mittwoch mit Anna Loerper, hat auch der THC eine Spielerin, die das Herz der Mannschaft bildet. Kerstin Wohlbold zieht bei den Erfurterinnen die Fäden und führt die Müller-Truppe mit ihrer emotionalen Spielweise in die Begegnungen. Erfolgreichste Werferin ist allerdings Svenja Huber. Die deutsche Nationalspielerin blickt auf 140 Saisontore, von denen mehr als die Hälfte von der Strafwurflinie fielen. Aus dem Feld lebt der THC von einer großen Ausgeglichenheit, denn die Treffer im Team sind auf viele Schultern verteilt. Zum größter Trumpf im Kampf um den Titel könnte aber die Abwehr der Gäste werden. Mit 506 Gegentoren stellt der amtierende Meister die beste Defensive und kann sich dabei mit der routinierten Jana Krause und der jungen, aber sehr talentierten Dinah Eckerle auf ein starkes Torhüterinnengespann verlassen.

Alles Punkte, die gegen die Grün-Weißen sprechen. Ebenso, wie die Bilanz der letzten Vergleiche, die eindeutig für die Gäste aus Thüringen verliefen. Dennoch werden die Frisch-Auf-Frauen am Sonntag alles geben und sei es am Ende nur um den Serientäterinnen das Leben so schwer wie möglich zu machen.

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