Vorbericht: 12. Heimspiel am 02.05.2015 - FAF vs. VfL Oldenburg

von Holger Riegel

Verletzungssorgen immer größer

Auch Anouk van die Wiel fällt mit Bruch im Sprunggelenk aus.

In ihrem vorletzten Heimspiel der Saison empfangen die Bundesligahandballerinnen heute um 19:30 Uhr den VfL Oldenburg in der EWS Arena.

Die Spielzeit 2014/2015 biegt allmählich auf die Zielgerade ein und noch sind Fragen offen. Im Kampf um die Meisterschaft liefern sich der Buxtehuder SV und der Titelverteidiger vom Thüringer HC ein Kopf-an-Kopf-Duell, das am kommenden Samstag im direkten Vergleich der Teams gipfelt. Aber auch im Tabellenkeller sind noch keine Entscheidungen gefallen, denn gleich vier Teams müssen noch um den Klassenerhalt bangen.

Darunter sind auch die Frisch Auf Frauen, die das abstiegsgefährdete Quartett als Tabellenelfter mit 10:34 Punkten anführen. Doch die Luft ist sehr dünn, denn nur zwei Zähler trennen die Grün-Weißen von der roten Laterne. Auf das bessere Torverhältnis kann sich Frisch Auf nicht mehr stützen. Durch das aberkannte Spiel gegen Blomberg ist die Tordifferenz ohne Bedeutung, im Zweifel ist ein Entscheidungsspiel von Nöten. Und so liegt im Endspurt der Liga das Hauptaugenmerk von Trainer Aleksandar Knezevic und seiner Truppe sicherlich auf dem direkten Duell bei den Vulkan-Ladies am kommenden Samstag, dies bedeutet aber keineswegs, dass man nicht auch schon gegen den Favoriten aus Oldenburg alles in die Waageschale werfen wird, um Zählbares zu erreichen.

Mit den Gästen kommt dabei eine Mannschaft in den Göppinger Handballtempel, die vor allem durch ihre Konstanz zu beeindrucken weiß. Seit Jahren steht das Team von Leszek Krowicki in den oberen Regionen der Liga. Es ist die Philosophie des Trainers, die Oldenburg unter den Spitzenteams hält und das System greift inzwischen seit fast zehn Jahren. Tempo lautet die Devise im Spiel des VfL. Aus einer aggressiven  Deckung versteht es die Gäste geradezu überfallartig den Ball in Richtung gegnerisches Tor zu befördern. Greift dieses Mittel nicht, verlässt sich Coach Krowicki auf eine eingespielte Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielerinnen, die mit gefälligem Kombinationsspiel aufwartet. Mit diesem System steht Oldenburg als Tabellenfünfter glänzend da, was die Aufgabe für Frisch Auf natürlich nicht leichter macht.

Doch der Kontrahent auf dem Spielfeld ist für Aleksandar Knezevic eigentlich erst der zweite Gegner in der heutigen Partie. Zunächst muss der Coach mit dem Verletzungspech kämpfen und hoffen, dass er so viele Spielerinnen wie möglich auf den Spielberichtsbogen bekommt. Denn gerade in den entscheidenden Wochen bleibt den Grün-Weißen das Verletzungspech unerbittlich treu. Mit den Ausfällen der Langzeitverletzten hat sich Knezevic längst abfinden müssen und auch Maike Daniels wird erneut fehlen. Und als ob dies nicht genug wäre, ist für Anouk van die Wiel die Saison vorzeitig beendet und eine weitere Stütze in Angriff und Abwehr fällt aus. Die Verletzung am Sprunggelenk aus dem Spiel gegen Bietigheim stellte sich als Bruch heraus und legt die Niederländerin lange auf Eis. „Trotz allem müssen wir in jedem Spiel um jedes Tor kämpfen, wir brauchen Punkte“, weiß Knezevic und vielleicht kann gegen den Favoriten aus Oldenburg eine Regel aus einer anderen Sportart greifen, denn bekanntlich sind angeschlagene Boxer mitunter die gefährlichsten.

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