13 Hrbkova-Tore reichen nicht

von Redaktion

Foto: Peter Poller
Foto: Peter Poller

Markus Munz - NWZ - 27.03.2017

Eine ernüchternde 28:34-Heimniederlage mussten die Bundesliga-Handballerinnen von FRISCH AUF Göppingen in ihrem Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers einstecken. Im ersten Durchgang sahen die knapp 1000 Zuschauer in der EWS-Arena noch eine ausgeglichene Partie mit wechselnden Führungen, beim Stand von 15:14 für die Vipers wurden die Seiten gewechselt.

Nachdem die insgesamt 13-fache Torschützin Michaela Hrbkova zum 15:15 ausgeglichen hatte, nahm das Unheil aus Göppinger Sicht seinen Lauf: Trainer Aleksandar Knezevic hatte Klaudia Pielesz zur zweiten Hälfte gebracht. Die Umstellung in der Abwehrmitte, von wo Iris Guberinic nun auf die Außenposition rückte, schien den Frisch-Auf-Frauen überhaupt nicht zu bekommen. Am Kreis taten sich plötzlich Freiräume auf, die die Gäste ein ums andere Mal scheinbar mühelos ausnutzten und bis zur 38. Minute auf 22:16 davonzogen.

Im grün-weißen Angriffsspiel waren viele Bälle eine leicht durchschaubare Beute für die nun hellwachen Vipers. „Wir haben Druck auf Göppingen ausüben können und sind dadurch zu einfachen Toren gekommen“, erklärte HSG-Trainerin Tessa Bremmer, deren Team mit dem gestrigen Erfolg neun von dreizehn Punkten in der Fremde holte und sich nach schwachem Saisonstart endgültig aller Abstiegssorgen entledigte.

Umgekehrt zeigt die Formkurve der famos gestarteten FRISCH AUF Frauen im Jahr 2017 nach unten. Beim Stand von 18:23 in der 42. Minute reagierte Knezevic mit einer Auszeit, nahm Pielesz wieder vom Feld und kehrte zur Formation der ersten Hälfte zurück. An eine Aufholjagd war aber nicht mehr zu denken. Knezevic musste neben der länger verletzten Lina Krhlikar kurzfristig auch auf Prudence Kinlend (Muskelfaserriss) verzichten. Weil auch die Gäste einige Ausfälle beklagten, wollte der völlig bediente FRISCH AUF-Trainer die Verletzungen nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Natürlich hat teilweise die Kraft gefehlt, aber wir haben auch einfach unkonzentriert verworfen. Ich bin enttäuscht über die kämpferische Leistung“, meinte er. Markus Munz

FRISCH AUF Göppingen: Zimmerman, Lengyel; Brugger (7), Struijs (4/1), Adamkova, Schindler, Hrbkova (13/7), Guberinic (3), Petrinja, Pielesz (1).

HSG Bad Wildungen: Duijndam, Brütsch; Busch (2), Nieuwenweg (7), van Rossum (1), Schmidt-­Robben (6), Bolze (6), Beugels, Vasilescu (8), Haggerty (4).

SR: Baumgart/Wild.

Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

Zuschauer: 968.

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