In Thüringen ist Endstation

von Holger Riegel

Für die Göppinger Handballerinnen begann das Handballjahr 2017 am Samstag genau gleich wie 2016 geendet hatte. Nach 60 Minuten Spielzeit musste man den Gastgeberinnen vom Thüringer HC zum Sieg gratulieren. Waren die Grün-Weißen kurz vor Silvester bei der 27:30-Niederlage noch bis zum Schluss dran gewesen, musste man sich im DHB-Pokal mit 26:31 deutlicher geschlagen geben. Und somit verabschiedeten sich die Göppingerinnen im Viertelfinale aus dem Wettbewerb, just gegen das gleiche Team das die FRISCH AUF Frauen im Vorjahr schon im Achtelfinale aus dem Pokal warf.

Dabei hatten die rund 700 Zuschauer eine ausgeglichene Startphase gesehen. Göppingen agierte stark über den Kreis, wo Lina Krhlikar die sich bietenden Chancen sicher versenkte. Und so bedeutete der vierte Treffer der Kreisläuferin in der 11. Minute die 5:6-Führung. THC-Coach Müller hatte genug gesehen, nahm eine Auszeit und äußerte seinen Unmut. Mit Erfolg, denn die nächsten zehn Minuten gehörten den Hausherrinnen, die sich erstmals mit drei Toren absetzen konnten. Aber Göppingen hielt dagegen und war beim 11:10 (26.) wieder dran. Allerdings versuchte man nun zu oft, den Erfolg über den Kreis zu suchen und einige einfache Ballverluste ermöglichten es dem Thüringer HC mit schnellen Toren für den 13:11-Halbzeitstand zu sorgen.

Die Pause tat den Grün-Weißen nicht wirklich gut, denn der amtierende Meister kam deutlich besser in den zweiten Spielabschnitt. Drei Tore in Serie sorgten für eine deutlichere 16:11-Führung, ehe Maxime Struijs in der 36. Minute per Siebenmeter erstmals für Göppingen einnetzte. Die Gastgeberinnen setzten nun auf eine gestärkte Offensive, denn für die restliche Spielzeit agierte Herbert Müller mit sieben Feldspielerinnen im Angriff. Die Überzahl brachte zwar Lücken in der FRISCH AUF Abwehr, am Vorsprung änderte sich zunächst aber nichts. Erst in den Schlussminuten setzte sich der Favorit weiter ab und hatte beim 30:23 (58.) die höchste Führung inne. Die Schlusssekunden gehörten dann wieder Göppingen, die bis zum 31:26-Endstand noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte.

Letztlich mussten die Grün-Weißen den verdienten Sieg des Thüringer HC anerkennen. Vor allem im Angriff waren die FRISCH AUF Frauen, trotz der 26 eigenen Treffer, zu leicht auszurechnen. Hinzu kam sicherlich auch noch etwas Pech, aber letztlich wussten in der Offensive nur Prudence Kinlend und Lina Krhlikar zu überzeugen. Die Defensive stand dagegen gut, denn die vielen schnellen Kontertore des THC resultierten aus Fehlern im Angriff.

Nun gilt es für die Göppingerinnen schnell wieder zu Kräften zu kommen, denn bereits am Mittwoch erwartet man um 19:30 Uhr die TuS Metzingen zum Südderby in der EWS Arena. Gleich danach stehen dann die richtungsweisenden Auswärtsspiel in Celle und Neckarsulm an, bei denen man wichtige Punkte für den Verbleib in der oberen Tabellenhälfte sammeln möchte.

 

Thüringer HC: Krause, Eckerle; Scheffknecht (2), Pintea (2), Niederwieser (1), Aguilar Diaz (4), Luzumova (1/1), Engel (5/4), Houette (1), Jakubisova (3), Kiedrowski (4), Wohlbold (5), Planeta (3)

FRISCH AUF: Zimmermann, Lengyel; Brugger (1), Struijs (3/2), Adamkova (1), Schindler (2), Kinlend (6), Hrbkova (5), Guberinic (n.e.), Krhlikar (7), Petrinja, Pielesz (1)

Zeitstrafen: 4 Min. : 2 Min.

Strafwürfe: 6/5 : 4/2

Schiedsrichter: Karamuk / Seliger

Zuschauer: 718

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