Klassenerhalt ist oberstes Ziel für FRISCH AUF Frauen

von Redaktion

Foto: Staufenpress
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Text: Harald Betz - NWZ - 11.08.2016 
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Der Knebel des finanziellen Engpasses bei den Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen lockert sich ganz langsam ein klein wenig. Noch seien die Schulden nicht ganz abgebaut, aber der steinige Weg der Konsolidierung lässt für die neue Saison sogar eine fünfprozentige Etat-Steigerung zu, verriet am Mittwoch Aleksandar Knezevic, in Personalunion Geschäftsführer und Trainer der grün-weißen Frauen, bei der Vorstellung der Saisonziele.

Deshalb wolle man mit neun Spielerinnen, die Frisch Auf treu blieben, und neuen Gesichtern einen Schritt nach vorn machen. Wie im Vorjahr gelte aber das  Hauptaugenmerk dem Klassenerhalt. Was Knezevic Mut macht: „In der Rückrunde der vergangenen Saison hat man gesehen, zu welchen Leistungen meine Mannschaft fähig ist.“ Wirtschaftlich befindet sich der Erstligist laut des Geschäftsführers in einer stabilen Lage, da die Sponsoren sogar teilweise ihr Engagement erhöht haben. Als Übungsleiter ist Knezevic mit dem Engagement der Spielerinnen und dem  Leistungsstand in der Vorbereitung auf die am 10. September in Dortmund beginnende Punktrunde zufrieden. Verletzungen trüben aber doch ein Stück weit den positiven Eindruck: Ana Petrinja steht in den nächsten Tagen eine Meniskus-Operation bevor, Klaudia Pielesz hat aktuell einen Eingriff am Sprunggelenk hinter sich, Neuzugang Anna Bergschneider fällt nach  einem Kreuzbandriss noch weit länger aus. Währenddessen läuft die Integration der Neuzugänge Kristy Zimmerman (Tor) und Allrounderin Johanna Schindler vor der Players Night am Samstag (18.15 Uhr) gegen Hypo Niederösterreich auf Hochtouren.

Spielführerin Anja Brugger kann die Eindrücke des Trainers nur bestätigen: „Unsere Vorbereitung läuft echt gut. Wir arbeiten hart, es ist extrem anstrengend, aber die Fitness ist auch wichtig, um verletzungsfrei durch die Saison zu kommen.“ Für die Rechtsaußen-Akteurin steht mit Blick auf die Zielvorgabe fest: „Im Vorjahr waren wir spät gesichert, diesmal wollen wir den Klassenerhalt so früh wie möglich erreichen. Der nächste Schritt, unter die Top Ten zu kommen, wird dann eine schwere  Aufgabe“, so Brugger über das von Team und Trainer besprochene Ziel. Die Linkshänderin ist beim neu eingeführten Regelwerk skeptisch: „Ich denke, es ist unübersichtlich für die Zuschauer und macht es den Schiedsrichtern schwer, etwa die Kontrolle der sechs Pässe nach angezeigtem Zeitspiel.“

Trainer Knezevic schaut währenddessen schon mal auf die Konkurrenz: „Titelfavoriten sind Thüringen, Leipzig, Metzingen und Bietigheim, um den Abstieg geht es zwischen Celle, Nellingen, Neckarsulm, Blomberg und auch wir sind da dabei.“

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