Nordlichter zum Osterfest

von Holger Riegel

Es ist bereits der drittletzte Heimauftritt der Göppingerinnen in der laufenden Saison und wie schon in der vergangenen Spielzeit reisen die Nordlichter zum Saisonendspurt zu ihrem Gastspiel unter den Hohenstaufen. Beim vorletzten Heimspiel der letzten Saison konnte das Team von Aleksandar Knezevic die Gäste am „Tag der Arbeit“ mit einer starken Vorstellung mit 33:25 besiegen, nun sollen am Ostersonntag erneut möglichst viele grün-weiße Eier ins Nest der Buxtehuderinnen gelegt werden. Für den FRISCH AUF-Trainer ist der Vergleich aus dem Vorjahr hingegen ohne jede Aussagekraft, denn zu viel hat sich seitdem verändert.

So betritt mit dem BSV ein Team das Parkett der EWS Arena, das sich mit einem stark veränderten und verjüngten Gesicht präsentiert. Nach einer für Buxtehuder Verhältnisse enttäuschenden Spielzeit 2015/2016, die lediglich mit dem 7. Tabellenplatz beendet wurde, stand im vergangenen Sommer ein erheblicher Wechsel im Kader von Dirk Leun auf dem Programm. Echte Ikonen, wie Isabelle Klein und Randy Bülau verließen die Nordlichter, die sich insgesamt von neun Spielerinnen trennten. Dem gegenüber standen zum Start der Vorbereitung sieben Neuverpflichtungen. Eine gewagte Aktion, doch der Trainerfuchs Leun, seit 2008 auf der BSV-Bank verantwortlich, leistete ganze Arbeit. Der „unumgängliche Umbruch“ wurde nicht nur vollzogen, sondern auch hervorragend gemeistert. Einen „bestenfalls fünften Platz“ hatte Geschäftsführer Peter Prior seiner Mannschaft vor der Runde in das Aufgabenbuch geschrieben, nun kommt Buxtehude als Tabellenvierter ins Stauferland.

Für diesen Erfolg zeichnet neben dem guten Händchen des Coaches vor allem ein Trio im Rückraum, verantwortlich. Aufbauend auf die beiden erfahrenen Rückraumspielerinnen Friedericke Gubernatis und Jessica Oldenburg sowie das absolute Ausnahmetalent Emily Bölk kreierte Dirk Leun ein neues Mannschaftsgefüge, das schnell in Tritt kam. Natürlich ging dabei das genannte Trio voran und verbucht rund 50% der BSV-Treffer auf seinem Konto, aber auch die Neuen fanden sich schnell zurecht. „Der BSV ist seit Jahren eine der Topmannschaften der Liga, das unheimlich schnell agiert“, blickt Aleksandar Knezevic auf den Gegner.

Auf Göppinger Seite ist daher am Sonntag ein konzentriertes Angriffsspiel mit einer niedrigen Fehlerquote, sowie ein aufmerksames Rückzugsverhalten gefordert. Allerdings kosten diese Aufgaben viel Kraft und weiterhin drücken dem FRISCH AUF-Coach einige Verletzungssorgen auf sein Gemüt. „Lina Krhlikar will es versuchen, letzte Woche gegen Oldenburg war sie noch nicht so weit“, berichtet Knezevic von seiner Kreisläuferin und Abwehrchefin. Prudence Kinlend ist unter der Woche wieder ins Training eingestiegen, allerdings mit stark angezogener Handbremse. „Bei Pru muss man abwarten, aber vermutlich kommt ein Einsatz noch zu früh“, erklärt der Göppinger Trainer. Und so werden die Grün-Weißen am Sonntag wieder gut mit ihren Kräften haushalten müssen.

Selbstvertrauen dürfte dabei das 27:27-Unentschieden gegen Oldenburg vor Wochenfrist geben. Mit einer starken Aufholjagd stoppten die FRISCH AUF Frauen die vier Spiele andauernde Niederlagenserie und warfen mit den Zuschauern im Rücken ihre größten Tugenden erfolgreich in den Ring: Wille und Moral.

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