Saisonstart im Pott - FRISCH AUF Frauen mit Gastspiel in Dortmund

von Holger Riegel

„Wir freuen uns, dass es nach den vielen Trainingseinheiten endlich los geht", beschreibt Aleksandar Knezevic die Gefühlslage seiner Truppe vor dem Saisonauftakt. Und ist dabei auch glücklich, dass eine nicht unproblematische Saisonvorbereitung ein Ende findet. „ Es war die schwierigste Vorbereitung, die ich bisher erlebt habe, denn wir hatten große Verletzungsprobleme", erläutert der FRISCH AUF-Trainer die Monate Juli und August, attestiert seiner Mannschaft aber große Moral: „Die Mädels haben super mitgemacht. Wir sind bereit."

Gelöst sind die Probleme indes noch nicht, denn mit Anna Bergschneider, Ana Petrinja und Klaudia Pielesz fehlen dem Coach weiterhin drei Spielerinnen aus dem Kader. Bei den beiden Erstgenannten verläuft die Verletzungspause planmäßig und auch bei Klaudia Pielesz sieht Knezevic Licht am Ende des Tunnels, denn nach erfolgter Operation verläuft der Heilungsprozess gut. „Die letzten Tage sind ein klarer Schritt nach vorne, aber es wird noch Zeit benötigen, denn Klaudia muss viel nachholen", baut der Trainer bewusst keinen Druck auf.

Und so reisen die Grün-Weißen mit einem überschaubaren Kader, aber dennoch angriffslustig in den Ruhrpott. Die Favoritenrolle liegt klar bei den Gastgeberinnen, die als Aufsteiger in der vergangenen Spielzeit einen sehr guten sechsten Platz belegen konnten. Allerdings wäre auch mehr drin gewesen, aber eine böse Niederlageserie in der Rückrunde ließ die heimlichen Träume vom europäischen Geschäft zerplatzen. Auf die Plätze fünf und sechs schielt man nun bei den Borussinnen und hat dafür auch personell nachgelegt. Vor allem Svenja Huber, die vom Serienmeister Thüringer HC nach Dortmund wechselte, soll das Siegergen der Erfurterinnen mit in den Pott bringen. 19 Spielerinnen stehen im Kader der Schwarz-Gelben und so kann Trainerin Ildiko Barna trotz der Schwangerschaft von Nadja Nadgornaja aus dem Vollen schöpfen. „Dortmund hat eine starke Mannschaft, die sich letztes Jahr sehr gut verkauft hat und nun eingespielt ist", analysiert Aleksandar Knezevic den Gegner.

Auch im vergangenen Jahr hieß die erste Auswärtsstation der Göppingerinnen Dortmund und die Grün-Weißen konnten bei der 21:25-Niederlage lange mithalten. Dies soll am Samstag noch besser werden, wobei Knezevic auf die körperliche Fitness seiner Spielerinnen setzt. „Wenn wir konzentriert, diszipliniert und geschlossen auftreten, können wir in Dortmund etwas erreichen", ist sich der FRISCH AUF-Trainer sicher. Ob dabei Neuzugang Petra Adamkova schon im Göppinger Trikot aufläuft, ist indes noch offen, aber Aleksandar Knezevic hofft, dass alle Formalitäten bis zum Anpfiff erledigt sind. Verständlich, denn die Tschechin würde den Göppingerinnen trotz einer sehr kurzen Eingewöhnungszeit weitere Alternativen in Angriff und Abwehr bieten.

 

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