Souverän ins Achtelfinale - Göppingen besiegt Nellingen mit 31:23 (18:9)

von Holger Riegel

Mit 6 Treffern ein starker Tag für Lina Krhlikar

Bereits vor dem Anpfiff machte der Anhang der FRISCH AUF Frauen mächtig Rabatz in der Sporthalle 1 in Ostfildern. Rund 100 grün-weiße Anhänger sorgten fast schon für Heimspielatmosphäre und hatten die Halle im Griff. Ihre Lieblinge auf dem Spielfeld brauchten dazu etwas länger.

Zunächst legte Göppingen immer wieder vor, allerdings wussten die Gastgeberinnen in den Anfangsminuten stets eine Antwort. Über den Kreis holte der TV einen Strafwurf nach dem anderen und blieben bis zum 4:4 (12.) auf Augenhöhe. Beim 4:6 gelang es FRISCH AUF sich erstmals etwas Luft zu verschaffen, aber dieser Umstand bekam dem Team von Aleksandar Knezevic nicht. Binnen zwei Minuten netzte Nellingen drei Mal ein und lag mit 7:6 vorne. Es sollte die einzige Führung der Hausherrinnen sein, denn Göppingen brannte nun ein wahres Feuerwerk ab. Eine starke Deckung mit einer überragenden Edit Lengyel im Gehäuse machte hinten den Laden dicht und vorne mutierte die eingewechselte Lina Krhlikar am Kreis zum Schreckgespenst für den TV. Mit einem 12:2-Lauf ebneten die Grün-Weißen früh den Weg ins Halbfinale und führten zur Halbzeit mit 18:9.

Nellingen kam angriffslustig aus der Kabine und verkürzte mit zwei Toren in Folge auf 11:18, doch FRISCH AUF ließ die aufkommenden Hoffnungen im Keim ersticken. In der 41. Minute hatten die Grün-Weißen sich weiter abgesetzt und beim 12:24 die höchste Führung herausgeschossen. In Anbetracht des klaren Vorsprungs ließen die Göppingerinnen nun etwas nach. Die Abwehr stand nicht mehr so stabil und im Angriff wurden einige gute Chancen liegen gelassen. Nellingen nutzte diese Konzentrationsschwächen und profitierte auch der Milde der beiden wenig überzeugenden Unparteiischen. Am souveränen 31:23-Erfolg der FRISCH AUF Frauen änderte dies indes nichts mehr.

„Die ersten vierzig Minuten meiner Mannschaft waren beeindruckend, da haben wir vorne und hinten sehr guten Handball gezeigt“, freute sich Aleksandar Knezevic über den deutlichen Sieg. Ein Sonderlob gab es für die beiden Torhüterinnen. Edit Lengyel glänzte im ersten Abschnitt mit einer Fangquote von über 50 % und Kristy Zimmermann brachte das Kunststück fertig, vier Siebenmeter in Folge zu halten. Einen starken Tag hatte zudem Lina Krhlikar erwischt, die auf sechs Treffer kam. Und auch Johanna Schindler bestätigte ihre starke Form. Die unermüdliche Arbeitsbiene in der Defensive setzte mit fünf Toren zudem in der Offensive Akzente.

Nach dem Sieg im Pokalderby und dem Einzug ins Achtelfinale haben die Göppingerinnen nun die Chance auf das Viertelfinale. Am ersten Novemberwochenende reisen die Grün-Weißen zum Zweitligist TV Beyeröhde und die Chancen auf ein Weiterkommen stehen sicherlich gut.

Nellingen: Grob, Bocka; Schoeneberg, Wolf (7/3), Blanke (6), Ioneac (2), Kolasinac (3), Namat (1), Schraml (2), Stuttfeld (1), Issifou, Stockhammer, Thiero (1), Weiß

FRISCH AUF: Zimmermann, Lengyel; Brugger (3), Struijs (1), Adamkova (2), Schindler (5), Kinlend (3), Hrbkova (8/4) Guberinic (3), Krhlikar (6)


Siebenmeter: 7/3 : 5/4

Zeitstrafen: 6 Min. : 4 Min.

Schiedsrichter: Köppl / Regner

Zuschauer: 439

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