Spielbericht: Auswärts weiter mit leeren Händen

von Holger Riegel

Frisch Auf Frauen erneut mit Niederlage in der Ferne

Auch zum Start der Rückrunde mussten die Bundesligahandballerinnen von Frisch Auf dem Gegner zum Sieg gratulieren. Göppingen verlor in Oldenburg mit 23:31 (13:14).

Der Start im vorgezogenen Spiel des 14. Spieltags gehörte eindeutig den Gastgeberinnen. Den Führungstreffer des VfL konnte Klaudia Pielesz zwar noch ausgleichen, doch dann brachte die erfahrene Angie Geschke ihr Team auf die Erfolgsspur. Drei Mal netzte die Oldenburger Torjägerin in Folge ein und Kelly Dulfer erhöhte nach sechs Minuten zum 5:1. Doch nun wachten auch die Grün-Weißen auf. Von vier verschiedenen Positionen kam man zum Torerfolg und der Rückstand war auf 6:5 (11.) geschmolzen. Allerdings folgte dann eine kleine Verschnaufpause der Göppingerinnen und das Team von Leszek Krowicki konnte sich binnen weniger Zeigerumdrehungen zum 9:5 wieder komfortabler absetzen. Nun griff das gefürchtete Konterspiel der Hausherrinnen und die Knezevic-Truppe drohte unter die Räder zu kommen. Beim 13:7 betrug der Rückstand für Frisch Auf in der 20. Minute bereits sechs Tore. Doch jetzt fanden die Oldenburgerinnen ihrerseits keinen Weg mehr ins Gehäuse der Gäste, die Tor um Tor aufholen konnten. Wieder zeigte sich Göppingen flexibel und die Treffer bis zum 13:12 in der 28. Minute waren erneut unter den Spielerinnen verteilt. Natürlich war es Angie Geschke, die die Flaute ihres Teams mit dem 14:12 beendete, doch der letzte erfolgreiche Wurf vor der Pause gehörte Frisch Auf. Lina Krhlikar netzte zum 14:13 ein und Göppingen war wieder im Spiel.

Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gelang Ana Petrinja der 14:14-Ausgleich und auch auf den erneuten Führungstreffer hatte Maxime Struijs eine Antwort. Doch Oldenburg drückte nun wieder auf das Gaspedal. Vier Treffer in Folge und der 19:15-Zwischenstand (38.) zwangen Aleksandar Knezevic zu einer Auszeit und erneut konnte die Holländerin Struijs vollenden. Sogleich zog der VfL-Coach Krowicki die grüne Karte um seine Mannschaft auf den Endspurt einzuschwören. Dies gelang, denn Oldenburg kam für die restliche Spielzeit nicht mehr in Gefahr. Den Göppingerinnen gingen nun zunehmend die Kräfte aus und die zwei Auswärtsspiele binnen vier Tagen machten sich im grün-weißen Kader bemerkbar. Oldenburg konnte das Tempo dagegen halten und kam letztlich zu einem verdienten 31:23-Heimerfolg.

Somit warten die Göppingerinnen weiterhin auf Zählbares in der Ferne, wobei die Niederlage beim Tabellenvierten natürlich nicht unerwartet kam. Besonders bis zur 40. Minute präsentierten sich die Frisch Auf Frauen als sehr unangenehmer Gegner, doch bis zum Schluss wollte die Energie nicht reichen. Bei den Grün-Weißen wusste einmal mehr Maxime Struijs zu gefallen, Spielerin des Spiels war aber Angie Geschke, die insgesamt 12 Treffer erzielte und vor allem in den kritischen Phasen Verantwortung für ihr Team übernahm. Sie war, gemeinsam mit Edit Lengyel, auch an der kuriosesten Szene der Partie beteiligt, als die Göppinger Torfrau nicht nur den Strafwurf, sondern auch zwei Nachwürfe der VfL-Rückraumspielerin halten konnte. Am Ende verwandelte Geschke dann aber, symptomatisch für das Spiel, im vierten Anlauf.

 

VfL Oldenburg: Renner, Egestorp; Schnack (3), Meyer (4), Prante, Birke (4), Thomas, Smits (4/1), Dulfer (3), Schrimer (1), Behrend, Geschke (12/3), Hartstock

Frisch Auf: Lengyel, Jochims; Brugger (2), Struijs (7/2), Zrnec, Schraml, Kinlend (5), Guberinic (3), Leppert, Krhlikar (2), Petrinja (1), Pielesz (3)

Siebenmeter: 5/4 : 3/2

Zeitstrafen: 4 Min. : 2 Min.

Schiedsrichter: Sebastian Grobe / Adrian Kinzel

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