Spielbericht: Die Luft wird dünner - Frisch-Auf-Frauen verlieren in Trier

von Holger Riegel

Rein von der Platzierung hatte die Niederlage keine Auswirkung für die Grün-Weißen, aber die Luft im Kampf um den Klassenerhalt wird für die Knezevic-Truppe merklich dünner. Die Trierer Miezen ziehen mit dem Heimerfolg gegen Frisch Auf nach Punkten gleich, weisen jedoch das deutlich schlechtere Torverhältnis auf. Neues Schlusslicht sind die Vulkan-Ladies aus Koblenz, die mit fünf Zählern einen Platz hinter Trier und Göppingen liegen.

Die Schlappe für die Frisch auf Frauen an der Mosel war so bitter wie auch unnötig. Hatten die Grün-Weißen Trier im Hinspiel noch mit 39:21 aus der EWS Arena geschossen, war es vor allem die Abschlussschwäche, die Zählbares an der Mosel verhindert. Vom Start weg tat sich Göppingen schwer mit dem Weg ins gegnerische Tor. Nach fünfzehn Minuten hatte Trier bereits fünf Treffer auf dem Konto als Anouk van de Weil den dritten Treffer für Frisch Auf erzielte. Grund hierfür war eine schlechte Wurfauswahl und schwache Chancenauswertung, die auch in der Folge nicht abgestellt werden konnte. So gelang es nicht auf mehr als zwei Tore Rückstand  aufschließen. Im Gegenteil, beim 10:6 (23.) lagen die Miezen gar mit vier Toren in Front, ehe beim 13:10 die Seiten gewechselt wurden.

Die Pausenansprache von Trainer Knezevic zeigte zu Beginn des zweiten Abschnitts Wirkung. Göppingen startete hellwach und plötzlich klappte es auch wieder mit dem Tore schießen. Es dauerte lediglich vier Minuten bis der Anschluss beim 13:12 wieder hergestellt war. Doch es kam noch besser für die Grün-Weißen, die einen Lauf starten konnten. Über ein 15:15 (37.) ging man in der 42. Minute gar mit 15:17 in Front, doch danach riss der Faden komplett. In der Offensive verfiel man nun wieder in das bekannte Muster und brachte den Ball nicht ins Gehäuse. Und so kamen die Hausherrinnen wieder in Fahrt und legten einen 6:0-Lauf auf das Parkett, der Göppingen endgültig auf die Verliererstraße brachte. Keimte beim 22:20 (55.) nochmals kurz Hoffnung unter dem mitgereisten Anhang auf, erstickten die Miezen diese mit weiteren Treffern zum 26:21-Endstand.

Erneut ließen die Göppingerinnen damit wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt liegen. Wie schon beim 25:25-Remis gegen Koblenz/Weibern Mitte Januar, gelang es dem Team von Aleksandar Knezevic nicht gegen einen direkten Kontrahenten zu punkten. Trier, jahrelang erprobt im Abstiegskampf, brachte mehr Ehrgeiz und Angriffslust mit ins Spiel, während Göppingen eben diesen Überlebenswillen nun endgültig annehmen muss. Letztlich waren es die Neuzugänge, die die grün-weiße Fahne hoch hielten. Michaela Hrbkoba war mit neuen Treffer erfolgreichste Werferin, Lina Krhlikar trug sich sechs Mal in die Torschützenliste ein. Überzeugen konnte zudem Youngster Jessica Jochims, die zwischenzeitlich das Tor hütete und mit Paraden für die Aufholjagd mit verantwortlich war. Doch die Abschlussschwäche, vor allem im Rückraum, wurde zur großen Bürde im Kellerduell und so stecken die Frisch Auf Frauen weiterhin tief im Abstiegssumpf.

DJK/MJC Trier: Flöck, Kockler; Sattler, Backhed, Mohr, Schneider (7), Houben, Czanik, Vallet (3), Kordel, Derbach (7), Struijs (7), Solic, Garcia Almendaris (2)

Frisch Auf: Jochims, Herrmann; Windisch, Daniels, Hrbkova (9/3), Guberinic (1), van de Wiel (1), A. Rösler, Dinkel (3), Ineichen, M. Rösler, Krhlikar (6), Petrinja (1)

Siebenmeter:    0/0 : 3/4

Zeitstrafen:       6 Min. : 6 Min.

Schiedsrichter   Thomas Hörath / Timo Hofmann

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