Spielbericht: Frisch-Auf-Frauen nach 0:8-Lauf gegen Leipzig unterlegen

von Redaktion

Wolfgang Karczewski - swp.de

Ein Blackout zu Beginn der zweiten Hälfte hat den Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen am Mittwochabend im Heimspiel gegen den Tabellendritten HC Leipzig vor 450 Zuschauern in der EWS-Arena um alle Chancen auf den ersten doppelten Punktgewinn in diesem Jahr gebracht. War die Mannschaft von Trainer Aleksandar Knezevic dem Favoriten aus Sachsen im ersten Durchgang ebenbürtig, legte sie nach Wiederbeginn innerhalb von acht Minuten einen 0:5-Lauf bis zum 13:19 aufs Parkett. Halbzeitübergeifend kassierten die Göppingerinnen sogar acht Tore hintereinander.

"Wir hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Hänger", sagte die derzeit pausierende Spielführerin Anika Leppert, die im Mai Nachwuchs erwartet. "In dieser Phase ist Leipzig weggezogen. Das war eine zu große Bürde für uns, das konnten wir nicht mehr aufholen." Auch Linksaußen Iris Guberinic ärgerte sich über den Blackout: "So eine Phase ist typisch für uns. Wir haben ohne Sinn und ohne Ideen gespielt. Ich weiß nicht, warum das passiert", zeigte sich die Slowenin ratlos.

Dabei lief es zu Beginn der Partie sehr gut für die Gastgeberinnen, die sich nach knappen Rückständen (1:2/4. Minute; 4:5/10.) bis zur 15. Minute durch den Treffer von Nicole Dinkel zum 8:6 erstmals eine Zwei-Tore-Führung erspielten. Hätten Dinkel und ihre Mannschaftskameradin Maike Daniels anschließend statt Pfosten und Latte das Gästetor getroffen, hätten die Göppingerinnen mit einer komfortableren Führung im Rücken ihr Spiel aufziehen können. Doch es blieb bei dem engen Spielstand bis zur Pause.

"Diese starke Phase muss man besser ausnutzen", ärgerte sich Coach Knezevic nach der Begegnung. Zum guten Spiel der Frisch-Auf-Frauen trug vor allem die verbesserte Defensive bei. "Wir haben in der ersten Hälfte überragend gut gedeckt", meinte Iris Guberinic. Auch Anika Leppert erkannte eine "weitaus bessere Leistung" als bei der Pleite am Samstag in Trier.

Doch im zweiten Durchgang sah Trainer Knezevic "eine schlechte Abwehr". Zudem scheiterten die Frisch-Auf-Angreiferinnen zu Beginn der zweiten Hälfte sieben Mal hintereinander an Nationaltorhüterin Katja Schülke beziehungsweise trafen nur den Pfosten. Zehn Minuten vor Schluss startete Frisch Auf bei einem Sieben-Tore-Rückstand eine Aufholjagd, die jedoch nicht mehr von Erfolg gekrönt war.

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