Spielbericht: FRISCH AUF Frauen - SG BBM Bietigheim

von Redaktion

Frisch-Auf geht im Derby leer aus

Andreas Böhringer - SWP - 28.09.2015

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit einem 3:3-Zwischenstand (8.) erhöhten die favorisierten Bundesliga-Handballerinnen der SG BBM Bietigheim im Derby bei Frisch Auf Göppingen die Schlagzahl merklich und demonstrierten, über welche individuelle Klasse das Aufgebot von SG-Trainer Martin Albertsen verfügt. Angeführt von einer dynamischen Maura Visser auf der Rückraum-Mitte-Position kamen die Gäste zu guten Wurfmöglichkeiten, die sie konsequent nutzten. Bietigheim strahlte von allen Positionen Gefahr aus. In der 20. Minute betrug der Vorsprung beim 12:7 durch Nina Wörz erstmals fünf Tore.

Gegen eine gut organisierte SG-Abwehr hatten die Grün-Weißen große Probleme, gute Wurfchancen zu kreieren. Die Mannschaft von Trainer Aleksandar Knezevic setzte der Bietigheimer Überlegenheit Kampfkraft, Aggressivität und Willen entgegen, doch der 12:18-Halbzeitstand war ein klares Indiz dafür, dass diese Tugenden nicht ausreichen.

Nach der Pause änderte sich zunächst nur wenig. Bietigheim kontrollierte weiter das Geschehen. Doch Frisch Auf gab nicht auf. Angetrieben von den 900 Fans gelang es, den Rückstand beim 19:22 auf drei Treffer zu verkürzen (43.). In dieser Phase packte die Abwehr gut zu und im Tor parierte die starke Edit Lengyel zahlreiche Würfe. Der Favorit zeigte sich beeindruckt, leistete sich einfache Ballverluste und ließ die bis dato gezeigte Souveränität vermissen. Doch Göppingen fehlten im Angriffsspiel die Waffen, um die Schwächephase der Gäste auszunutzen.

Die Ex-Bietigheimerin Klaudia Pielesz war die Einzige, die sich nachhaltig durchsetzen und für einfache Tore sorgen konnte, ansonsten wurde der Ball oftmals hin- und hergeworfen, ohne zu einem zielführenden Abschluss zu kommen. Dazu gesellten sich viele einfache Ballverluste, weshalb es Frisch Auf nicht gelang, der Partie eine Wende zu geben. So stand am Ende ein knappe, aber verdiente 24:26-Niederlage zu Buche. Wieder zeigte Göppingen gute Ansätze, die von den Fans auch mit Beifall honoriert wurden, doch für mehr scheint es gegen Kontrahenten aus der oberen Hälfte noch nicht zu reichen.

"Es wäre mehr drin gewesen", resümierte Anika Leppert. Die Frisch-Auf-Spielführerin haderte im ersten Durchgang mit der Defensive ("18 Gegentore sind zu viel, da haben wir große Löcher offenbart"), in der zweiten Hälfte sah sie zu viele einfache Ballverluste, die Bietigheim in Gegenstoß-Tore umwandelte. "Trotzdem macht unsere Leistung in den ersten Saisonspielen Mut", erklärte die Kreisläuferin, "wir müssen die guten Phasen mitnehmen und aus den schlechten lernen."



SO SPIELTEN SIE

Frisch Auf Göppingen: Lengyel, Jochims; Brugger (4), Struijs (3), Zrnec (2), Kinlend (1), Leppert, Krhilkar (3), Petrinja (7/6), Pielesz (4), Weißer.

SG BBM Bietigheim: Roch, Wester, Diniz; Visser (6/3), Yttereng (2), Lauenroth (2), Mack (6), Wörz (6), Smeets (1), Baun Eriksen, Hundahl, Müller (1), Jurgutyte, Malestein (2).

Schiedsrichter: Michael Kilp/Christoph Maier (Oberursel).

Zeitstrafen: 2:10 Minuten.

Zuschauer: 900

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