Spielbericht: Hrbkovà als neue Hoffnungsträgerin

von Redaktion

Quelle: Harald Betz, NWZ vom 15.02.2016

Mit dem Anpfiff des Bundesliga-Heimspiels gegen BVB Dortmund warteten die Frisch-Auf-Handballerinnen mit einer Transfer-Überraschung auf: Geschäftsführer Aleksandar Knezevic hatte Michaela Hrbkova, vergangene Rückrunde bereits mit 84 Toren ein Pfeiler im Team, aus Ungarn zurückgeholt, wo die Linkshänderin bei Erstligist Siofok KC nicht glücklich geworden war. Allerdings konnte die 28-Jährige, die Trainer Aleksandar Knezevic in der 20. Minute erstmals aufs Feld schickte, die 20:26 (8:14)-Heimniederlage vor 750 Zuschauern nicht verhindern. Mit 5/1 Toren reihte sich die tschechische Nationalspielerin mit Anja Brugger und Prudence Kinlend (beide ebenfalls fünf Treffer) gleich in die Reihe der besten Schützinnen bei Frisch Auf ein, das ohne Klaudia Pielesz und Iris Guberinic sowie mit einer krankheits-geschwächten Ana Petrinja antreten musste und nach einer Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt gegen den Aufsteiger letztlich doch den Kürzeren gezogen hatte.

"Wir haben monatelang nach Verstärkung gesucht, jetzt haben wir unerwartet und sehr schnell die gewünschte Kraft an Land gezogen. Qualität und Erfahrung sprechen ganz klar für Michaela", freute sich Knezevic nach dem Spiel über den Personal-Coup, der seine Mannschaft in den folgenden Wochen im Abstiegskampf entlasten und zugleich verbessern soll. Aber: "Wir müssen ihr auch etwas Zeit geben, sich wieder mit der Mannschaft einzuspielen." Damit Hrbkova so kurzfristig auflaufen konnte, hatte FA-Marketingleiterin Bianca Baar im Hintergrund alle Formalitäten auf den Weg gebracht, die Tschechin schlüpfte ohne eine Trainingseinheit mit ihren alten und neuen Kolleginnen sofort ins grün-weiße Trikot mit der Nummer elf.

"Ich bin sehr froh, wieder hier zu sein", zeigte sich auch die Rückkehrerin, die auf dem Spielfeld vorrangig im rechten Rückraum zu Hause ist, glücklich. Bei ihr in bester Erinnerung: Noch im Sommer hatte sie mit Platz drei bei der Wahl der Spielerin des Jahres auch die Fans auf ihrer Seite. Jetzt hat sie mit ihren Kolleginnen nur ein Ziel: "Wir wollen die Klasse halten und ich möchte dem Team dabei helfen", so Hrbkova.

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