Spielbericht: HSG Blomberg-Lippe - FRISCH AUF Frauen

von Holger Riegel

Frisch Auf Frauen verlieren in Blomberg mit 28:36

Die HSG Blomberg-Lippe entwickelt sich zum Angstgegner der Göppinger Bundesligahandballerinnen. Am Samstag verlor man im Lipperland mit 28:36 (16:22).

Bereits zum siebten Mal in Folge mussten die Grün-Weißen nach einem Vergleich mit den Gastgeberinnen dem Team von Trainer André Fuhr zum Sieg gratulieren. Der HSG-Coach sieht seine Truppe mit nunmehr 7:7 Punkten in einer guten Position: „Wir können erstmal durchatmen.“ Aleksandar Knezevic war dagegen enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben nach den vielen Schritten nach vorne, heute einen zurück gemacht“; resümierte der Göppinger Trainer die sechzig Minuten in Blomberg.

Besonders mit seiner Defensive haderte der Coach. „In der ersten Halbzeit zeigte unsere Abwehr die bisher schlechteste Saisonleistung. Das war schwach und auch das Rückzugsverhalten passte nicht“, analysierte Knezevic den vorentscheidenden ersten Spielabschnitt. Bis zum 5:6 (8.) hielten die Grün-Weißen den Anschluss und auch beim 9:11 in der 16. Minute war man dran. Doch das hohe Tempo der Anfangsphase forderte nun seinen Tribut. Blomberg baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und auch eine Auszeit von Knezevic brachte die Lipperländerinnen nicht aus dem Schwung. Zwar gelang Prudence Kinlend in der 30. Minute der 16. Treffer für ihr Team, aber die HSG hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 22 Mal im Göppinger Gehäuse eingenetzt.

In der zweiten Halbzeit pendelte sich die Begegnung zunächst bei diesem Abstand ein. Doch ein 5:0-Lauf der Hausherrinnen sorgte für die endgültige Entscheidung und dem 19:30-Zwischenstand. Höher sollte der Rückstand für die Frisch-Auf-Frauen zwar nicht mehr wachsen, doch lediglich am Ende gelang noch etwas Ergebniskosmetik. In den Schlussminuten kamen die Göppingerinnen noch zu Torerfolgen und hielten das Endergebnis mit 28:36 zumindest im Rahmen.

„Wir haben auch wegen der vielen Gegentore einfach nicht ins Spiel gefunden“, erklärte Aleksandar Knezevic nach der Begegnung. Dennoch sah der Frisch-Auf-Trainer auch positive Punkte. So war er über die gesamte Spielzeit mit der Angriffsleistung seiner Frauen zufrieden: „Das war gut.“ Ebenso gefiel ihm die verbesserte Abwehrreihe in der zweiten Halbzeit. „Da sind wir deutlich besser gestanden, aber die Differenz war schon zu hoch, um noch zu Punkten zu kommen“, haderte Knezevic. Nachvollziehbare Aussagen, denn eine Angriffsleistung mit 28 Treffern sollte in der Ferne eigentlich zu Zählbarem reichen, zumal die Defensive bisher gut stand.

Erfreulich war sicherlich die Leistung von Prudence Kinlend, die mit ihrer Rolle im rechten Rückraum immer besser zurecht kommt, was sich auch in der Torausbeute widerspiegelt. Einen kämpferischen Fleißpunkt verdiente sich zudem Ana Petrinja. Gleich in den ersten Minuten musste die Regisseurin nach einem Foul lange behandelt werden, strahlte dann aber die Aggressivität aus, die der ganzen Abwehrreihe gut zu Gesicht gestanden hätte.

Am kommenden Wochenende haben die Göppingerinnen frei, ehe es am 11.11. im DHB-Pokal zum Thüringer HC geht. Vier Tage später begrüßt man dann mit der SVG Celle einen direkten Kontrahenten in der EWS Arena.



SO SPIELTEN SIE

Blomberg-Lippe: Monz, Veith; Rüffieux (6), Klaunig (5), Müller (7), Pavlovic (1/1), Buklarewicz, Pichlmeier (1), Bormann-Rajes, Großheim (2), Mitrovic (6/2), Huber, Emidio Rodrigues, Duran (6), Cardoso de Castro (2)

Frisch Auf Göppingen: Lengyel, Jochims; Brugger (5), Struijs (2/1), Zrnec, Schraml, Kinlend (6), Guberinic (1), Krhlikar (3), Petrinja (9/6), Pielesz (2)

Siebenmeter: 3/3 : 9/7

Zeitstrafen: 8 Min. : 12 Min.

Schiedsrichter: Hartmann / Schneider

Zuschauer: 803

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