Überraschung bleibt aus

von Frank Höhmann

Die Bundesliga-Handballerinnen von FRISCH AUF Göppingen konnten gestern Abend keine Überraschung landen: Beim amtierenden Pokalsieger Buxtehuder SV musste sich das Team von Trainer Aleksandar Knezevic nach einer umkämpften und von den Abwehrreihen dominierten Begegnung mit 21:25 (12:14) geschlagen geben. Damit bleibt es bei bis dato einem Sieg im hohen Norden, den die FRISCH AUF Frauen in der Saison 2006/2007 beim 31:29 erringen konnten. „Buxtehude hat verdient gewonnen, das im Gegensatz zu uns in den kritischen Phasen Lösungen gefunden hat. Kämpferisch haben wir aber alles gegeben“, sagte Göppingens Trainer Aleksandar Knezevic. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Göppingen war ein unbequemer und sehr variabel verteidigender Gegner“, lobte Buxtehudes Coach Dirk Leun das gute Defensiverhalten der Gäste, die wieder mit einer vorgezogenen Abwehr agiert und den amtierenden Pokalsieger damit vor einige Probleme gestellt hatten.

Anders als beim Heimspiel gegen Bensheim waren die FRISCH AUF Frauen im hohen Norden von Beginn an hellwach und gingen durch einen Doppelpack von Iris Guberinic 0:2 in Führung. Nachdem Buxtehude durch Kreisläuferin Isabell Kaiser und Lone Fischer ausgleichen konnte, legten die Grün-Weißen durch zwei Siebenmetertreffer von Michaela Hrbkova wieder zwei Treffer vor. In der zwölften Minute hatte sich FRISCH AUF nach dem dritten Treffer von Guberinic gar eine Drei-Tore-Führung erarbeitet und Dirk Leun nahm eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Mit Erfolg: Binnen weniger Minuten und einer im ersten Durchgang von nun an nicht mehr zu bremsenden Nationalspielerin Lone Fischer, die alle ihre acht Treffer in den ersten 30 Minuten erzielte, lag der BSV wenig später erstmals vorne (7:6). FRISCH AUF ließ sich aber nicht abschütteln und konnte bis zur 22. Minute wieder egalisieren (11:11). Bis zur Pause hatte sich der Favorit aber wieder auf 14:12 abgesetzt.


Die zweite Spielhälfte begann aus Sicht der Gäste alles andere als gut: Innerhalb weniger Sekunden bekamen Karin Weigelt und Alexandra Sviridenko Zeitstrafen aufgebrummt und so hatte FRISCH AUF kurze Zeit nur drei Feldspielerinnen zur Verfügung, da Prudence Kinlend noch ihre Reststrafe aus dem ersten Durchgang abzusitzen hatte. Doch Buxtehude verpasste es, sich weiter als auf drei Tore abzusetzen, weil Kristy Zimmerman im Tor der Göppingerinnen zweimal glänzend parierte. Frisch Auf nutzte die Paraden von Zimmerman und verkürzte durch Karin Weigelt auf 16:15. Dann jedoch zog die eingewechselte Antje Peveling im Tor der Gastgeberinnen den FRISCH AUF Frauen mehr und mehr den Zahn. Aber auch Buxtehude kam nicht vorentscheidend davon. Den Gästen, die nicht mehr näher als auf zwei Tore herankamen (22:20), fehlten im Aufbauspiel jedoch die klaren Aktionen. Und so war es auf Seiten der Einheimischen ausgerechnet Friederike Gubernatis, der an diesem Abend nicht viel gelungen war, die für die letzten drei Tore des BSV zum 25:21-Arbeitssieg sorgte.

FRISCH AUF konnte sich freuen, bislang am besten gegen Buxtehude abgeschnitten zu haben, das alle seine Spiele seither mit mindestens sieben Treffern Differenz gewinnen konnte. Der Fokus der Göppingerinnen liegt nun auf dem Pokal-Achtelfinalspiel in Bad Wildungen am 4. November und dem wichtigen zweiten Heimspiel gegen Aufsteiger Rödertal eine Woche später.

So spielten sie:

Buxtehuder SV: Gronemann, Peveling; Bölk (4), Fischer (8/2), Goos (1), Gubernatis (4), Haurum, Kaiser (1), Knippenborg (3), Meier, L. Prior (4/3), P. Prior, Schirmer
FRISCH AUF Göppingen: Zimmerman, Lengyel; Struijs (3), Hrbkova (6/4), Adamkova (2), Sviridenko (3), Schuhknecht, Guberinic (3), Kinlend (2), Weigelt (2), Schindler, Bergschneider  
Schiedsrichter: Heine/Standke
Zeitstrafen: 6:10-Minuten
Zuschauer: 1000.

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