Viele Lichtblicke gegen Leverkusen

von Redaktion

Harald Betz - NWZ - 17.05.2016 

Der höchste Saisonsieg zum Bundesliga-Finale vor den eigenen Fans, die Heimbilanz der letzten fünf Spiele auf 9:1 Punkte geschraubt - die Frisch-Auf-Handballerinnen haben sich beim 34:25 (18:10)-Erfolg über den TSV Bayer 04 Leverkusen von ihrer besten Seite gezeigt. Allen voran die neunfache Torschützin Prudence Kinlend sprühte vor Spielfreude, Regisseurin Maxime Struijs stand ihr kaum nach und Torhüterin Edit Lengyel war hinter einer stabilen Abwehr einmal mehr der ruhende Pol, der Iris Guberinic mehrmals butterweich den erfolgreichen Gegenstoß mit einem langen Pass in die Hände legte. Dass dafür die oft die gesamte Mannschaft entlastende Michaela Hrbkova diesmal eine hohe Fehlerquote zu verzeichnen hatte, verziehen die gut aufgelegten Frisch-Auf-Anhänger der Tschechin, die dennoch auf sechs Treffer kam.

Der engagierte Start vor eigener Kulisse mündete in einer ersten Gäste-Auszeit nach knapp zwölf Minuten, Trainerin Renate Wolf artikulierte lautstark ihren Unmut über den Auftritt ihrer Werks-Sieben, die nach dem 4:4 mit 5:8 in Rückstand geraten war. Doch der gut harmonierende Frisch-Auf-Rückraum ließ sich weiter kaum bremsen, selbst als Struijs eng beschattet wurde. Gerade Prudence Kinlend erkannte die wunden Stellen in der TSV-Defensive und nutzte dies konsequent aus. Frisch Auf gewann weiter an Selbstvertrauen und belegte dies kurz vor der Pause durch einen Zauberpass von Struijs an den Kreis, wo Spielführerin Anika Leppert das Zusammenspiel mit dem Treffer zum 18:10-Halbzeitstand belohnte.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die zuvor harmlosen Gäste weitaus kratzbürstiger und die Partie wurde kampfbetonter und dadurch ruppiger und hektischer, obwohl die Grün-Weißen beim 21:11 (34. Minute) doch deutlich führten. Leverkusen versuchte vor allem mit mehr Tempo aus der knappereren Frisch-Auf-Personaldecke Kapital zu schlagen. Da der Göppinger Vorsprung aber nur auf höchstens sieben Tore schrumpfte, war der Heimsieg nie in Gefahr und fiel am Ende des Schlagabtausches mit 34:25 auch deutlich aus.

In den Schlussminuten schickte Coach Aleksandar Knezevic alle Ergänzungsspielerinnen aufs Feld, sodass der komplette Kader zum Einsatz kam. Julia Vollmer setzte dabei einen Strafwurf an den Pfosten, verabschiedete sich aber 30 Sekunden vor dem Abpfiff doch noch mit dem letzten Treffer des Spiels - bei den Minis von Frisch Auf hatte sie mit dem Handballspielen begonnen.

 

SO SPIELTEN SIE

FA Göppingen: Lengyel, Jochims (ab 58.); Brugger (1), Struijs (6), Zrnec, Weißer, Kinlend (9), Hrbkova (6), Guberinic (5), Vollmer (1), Leppert (3), Krhlikar, Petrinja (3/3).

B. Leverkusen: Gaiovych, Fehr (ab 10.); Seidel, Braun, Heldmann (1), Glankovicova (1), Adams (1), Karolius (3), Naidzinavicius (4/1), Ruthenbeck (2), Berndt (1/1), Janouskova, Adeberg (2), Schilk (4), Rode (8/1).

SR: Köppl/Regner. - Zeitstrafen: 4:0 Minuten. - Zuschauer: 600.

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