Vorbericht: Nächste hohe Hürde - FRISCH AUF Frauen in Oldenburg

von Holger Riegel

Mittwoch 03.02.2016 | 19:30 Uhr | EWE Arena Oldenburg

FRISCH AUF FRAUEN beim Tabellenvierten Oldenburg

Bevor es gestern zur weiten Anreise in den Bus ging, hatte Aleksandar Knezevic noch zu einem Abschlusstraining eingeladen. Die herbe 19:34-Niederlage vom Sonntag in Leverkusen spielte dabei schon keine Rolle mehr. „Wir haben das Spiel am Montag gemeinsam analysiert. Nun gilt es die Begegnung zu vergessen und den Blick auf Oldenburg zu richten“, erklärt der Frisch Auf-Trainer, wohlwissend, dass es für das Team nicht leicht ist den Schalter so schnell umzulegen.

Zumal mit dem VfL die nächste Hausnummer im deutschen Frauenhandball auf die Grün-Weißen wartet. Die Ergebnisse der letzten Wochen haben die Top-Teams der Liga wieder enger zusammenrücken lassen und mitten in diesem Spitzenfeld finden sich die Oldenburgerinnen als Tabellenvierter wieder. Somit sollte der Ausgang der Partie eigentlich klar sein, aber VfL-Coach Leszek Krowicki will keine Vorschusslorbeeren. „Wir dürfen nicht nach der Tabelle schauen“, schreibt der Trainer seiner Mannschaft in das Aufgabenbuch und ergänzt, dass „Göppingen einen erfahrenen ehemaligen Bundesligaspieler als Trainer und einige wirklich gute Spielerinnen hat“. Sicherlich eine Einschätzung, die auch auf dem Ausgang der Auftaktbegegnung in die Saison beruht. Seinerzeit hatten die Göppingerinnen den Gästen sehr lange Paroli geboten und lagen rund zehn Minuten vor dem Abpfiff gar noch 23:22 in Front. Letztlich endete die Begegnung mit 31:26 noch recht deutlich für den VfL, doch die Grün-weißen hatten ihr Fell teuer verkauft.

Genau das hat Aleksandar Knezevic und seine Team auch am heutigen Mittwoch vor. Aber der Trainer weiß um die Stärken der Gastgeberinnen. „Oldenburg spielt seit Jahren den schnellsten Handball der Liga und genau dieses Tempo müssen wir versuchen zu stoppen“, fordert er. Kein leichtes Unterfangen, denn mit 391 Toren stellt der VfL aktuell die drittstärkste Offensive der Liga. Angeführt wird der Angriff von der erfahrenen Nationalspielerin Angie Geschke, die mit 94 Treffern auch die gefährlichste Werferin der Nordlichter ist. Aber auch in der Abwehr spielt Oldenburg variabel. „Sie können mehrere Varianten aufbieten, entweder eine starke 6:0- oder eine unangenehme 5:1-Deckung. Hier müssen wir Lösungen finden“, beschreibt Knezevic die Defensive des Gegners und gleichzeitig die Anforderungen an sein Team.

Zumindest auf der Reise nach Oldenburg waren wieder mehr Plätze im Mannschaftsbus besetzt, doch die Verletzungen von Anika Leppert und Jessica Jochims lassen weiter ein Fragezeichen hinter den Einsätzen der beiden Spielerinnen. Gleiches gilt für Maxime Struijs, die in Leverkusen umgeknickt war. „Alle drei sind mit dabei, über einen Einsatz werden wir aber erst kurz vor dem Spiel entscheiden“, hofft Knezevic auf mehr Optionen im Kader.

Die Favoritenrolle liegt trotz allem Understatement von Leszek Krowicki auf Seiten der Gastgeberinnen, die ihre Position im Kampf um die internationalen Startplätze festigen möchten. Doch auch Aleksandar Knezevic setzt gerade nach der hohen Niederlage in Leverkusen auf eine Trotzreaktion seiner Truppe und hofft auf eine Überraschung.

 

Live im Netz

Zum Spiel der Frisch Auf Frauen in Oldenburg gibt es unter www.oeins.de ab 19:20 Uhr einen Live Stream in Internet.

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