Vorbericht: Frisch Auf Frauen gastieren bei der HSG Blomberg-Lippe

von Holger Riegel

Selbst die offizielle Seite der Frauen-Bundesliga hat die Vorverlegung des Spiels noch nicht auf dem Zeiger. Auf der Internetseite wird das Gastspiel der Grün-Weißen noch für den kommenden Samstag um 16.30 Uhr angekündigt. Doch dem ist nicht so und die kurzfristige Spielverlegung passt Aleksandar Knezevic gar nicht. „Wir hätten lieber am Wochenende gespielt. Alle unsere Mädels arbeiten, da ist ein Termin unter der Woche, zudem so weit entfernt, nie willkommen“, hadert der FA-Trainer. Zudem hätte der Coach seinem Team gerne eine längere Spielpause gegönnt, denn die Saison hat im überschaubaren Kader Spuren hinterlassen. Einige Spielerinnen leiden unter kleineren und größeren Blessuren, jeder Tag zur Auskurierung ist Gold wert.

Über den Stellenwert des Gastspiels im Lipperland muss der Trainer nicht lange überlegen. „Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Wir brauchen jeden Punkt um uns dem Ziel Klassenerhalt zu nähern“, beschreibt Knezevic die aktuelle Situation. Und die ist nicht rosig. Mit 3:11 Punkten stehen die Grün-Weißen im Tabellenkeller, nur das bessere Torverhältnis dient als Polster auf einen Abstiegsplatz. Zudem ist die HSG Blomberg-Lippe beileibe nicht der Lieblingsgegner der Göppingerinnen. In den bisher 16 Vergleichen im Oberhaus verließ das Team von Trainer André Fuhr neun Mal als Sieger das Parkett. Allerdings hat das Duell auch eine Tendenz zu Unentschieden. Gleich drei Spiele der beiden Kontrahenten endeten mit einem Remis.

Die Gastgeberinnen kennen sich mit der Punkteteilung auch im bisherigen Saisonverlauf bestens aus. Schon zwei Mal spielte man Unentschieden, doch zuletzt kam der HSG-Motor ein wenig ins Stottern. Mit 6:2 Punkten war Blomberg ganz stark in die Saison gestartet. Nach drei Niederlagen in der Liga und einer Schlappe im DHB-Pokal wartet Fuhr seit vier Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Dennoch steht man mit 6:8 Zählern auf dem 8. Platz und in der sicheren Zone. Nach einem fast schon traditionellen Umbruch im Kader dürfte der Coach mit der aktuellen Situation zufrieden sein, betreut er doch das „Kückenteam“ der Liga. Knapp über 21 Jahre ist das Durchschnittsalter bei Blomberg und so sieht André Fuhr auch die Unerfahrenheit und fehlende Routine als Schwäche seiner Truppe.

Vielleicht könnte dies zum Vorteil für Frisch Auf werden, denn Erfahrung bringen die Grün-Weißen ohne Zweifel auf die Platte. Allerdings greifen die Rädchen im ebenfalls neu zusammen gestellten Kader auch nach sieben Ligaspielen noch nicht reibungslos. „Wir haben in den letzten Spielen spielerisch weitere Schritte nach vorne gemacht und wollen auf dieser Basis weiter aufbauen“, erklärt Aleksandar Knezevic, wohl wissend, dass vor allem die Quote der technischen Fehler reduziert und im Gegenzug die Chancenverwertung erhöht werden muss. Beim Heimspiel gegen Leverkusen brachte eben diese Parameter die Göppingerinnen um einen Überraschungserfolg und so musste nach einer guten Vorstellung dennoch eine bittere 26:27-Niederlage quittiert werden.

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