Wunder nicht im Wochentakt

von Holger Riegel

Frisch-Auf-Frauen mit 27:37-Niederlage in Leipzig

Die Gastgeberinnen wussten von der ersten Minute an um was es geht, denn der Thüringer HC hatte bereits am Nachmittag vorgelegt. Der fünffache Serienmeister hatte sein Gastspiel beim Buxtehuder SV mit Bravour gemeistert und beim bisherigen Angstgegner mit 33:25 gewonnen. Somit war Leipzig gefordert es den Thüringerinnen gleich zu tun.

Vom Start weg konnte das Team von Trainer Norman Rentsch vorlegen, bereits in der 6. Spielminute hatte sich der HC mit 4:1 abgesetzt. Göppingen tat sich schwer gegen die körperlich dominanten Leipzigerinnen, die ihnen im Angriff kaum Luft ließen und in der Abwehr aus dem Rückraum agierten. Und so wuchs der Rückstand für die Grün-Weißen stetig und hatte beim 11:3 (18.) seinen ersten Höhepunkt erreicht. Bei dieser Differenz lief das Spiel bis zur Halbzeit weiter und folgerichtig wurden beim 20:12 für den HC die Seiten gewechselt.

Im zweiten Spielabschnitt sahen die rund 2.000 Zuschauer zunächst eine ausgeglichene Begegnung, obwohl Norman Rentsch schon für das Titelfinale gegen den Thüringer HC am kommenden Samstag probte und oftmals mit sieben Feldspielerinnen angreifen ließ. Bis zur 54. Minute hielten die Frisch-Auf-Frauen weiterhin den Rückstand von acht Toren, doch in den Schlussminuten ließen die Kräfte zunehmend nach und so musste man am Ende beim 37:27 eine Niederlage im zweistelligen Bereich hinnehmen.

Für die Grün-Weißen bleibt nach der Niederlage in Sachsen die Erkenntnis, dass gegen die Top-Teams der Liga ein Glanztag erwischt werden muss und Siege gegen die Favoriten keine Dauereinrichtung sind. Während sich Leipzig vorzüglich auf Göppingens Top-Torschützin Michaela Hrbkova eingestellt hatte, mussten die Knezevic-Truppe immer wieder Tore der sehr großen Rückraumspielerinnen hinnehmen. Einen sehr guten Tag für Frisch Auf erwischte abermals Prudence Kinlend, die acht Treffern die meisten Tore für ihre Farben erzielte. Ebenfalls bestens aufgelegt zeigte sich Anja Brugger die den Ball sechs Mal im HC-Gehäuse unterbrachte.

Für die Göppingerinnen bleibt nun noch das letzte Heimspiel und Saisonfinale gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag um 18:00 Uhr in der EWS Arena. Mit den Elfen gastiert ein Gegner unter dem Hohenstaufen, der sicherlich bezwungen werden kann, ehe es dann für die Spielerinnen nach einer langen Spielzeit in die wohlverdiente Pause geht.

 

HC Leipzig: Kramarczyk, Kurzke, Roth; Mazzucco (4), Mietzner (1), Schulze (4), Kudlacz-Gloc (7), Hubinger (5), Lang (8), Diehl, Reimer (3), Minevskaja (4/1), Reißberg (1)

Frisch-Auf-Frauen: Jochims, Lengyel; Brugger (6), Struijs (1), Zrnec, Weißer, Kinlend (8), Hrbkova (5/1), Guberinic (2), Leppert (1), Krhlikar (4), Petrinja

Zeitstrafen: 8 Min. : 4 Min.

Siebenmeter: 2/1 : 4/1

Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah / Suresh Thiyagarajah

Zuschauer: 1994

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