Zufrieden mit einem Zähler

von Redaktion

Foto: Peter Poller
Foto: Peter Poller

Harald Betz - NWZ - 10.04.2017

Über weite Strecken des Bundesliga-Heimspiels der Frisch-Auf-Handballerinnen sah es nach der fünften Niederlage in Serie aus – umso größer war am Ende die Freude über das 27:27 (14:13) gegen den VfL Oldenburg. „Wir sind zufrieden, denn wir lagen über das ganze Spiel hinweg hinten“, fasste Trainer Aleksandar Knezevic die 60 Minuten vor 614 Zuschauern in der EWS-Arena zusammen. Der Göppinger Coach, dem derzeit verletzungsbedingt die personellen Alternativen im grundsätzlich  kleinen Kader fehlen, hatte ein gutes Spiel beider Seiten mit technisch gelungenen Aktionen gesehen.

Seine Mannschaft sah zu Beginn und auch in Phasen zwischendurch allerdings immer wieder unglücklich aus, wenn vor allem Kreisanspiele nie und nimmer ankommen konnten oder die Außenspielerinnen beste Tormöglichkeiten versiebten.  Dann wieder lief der Ball wie am Schnürchen und schöne Abschlüsse besänftigten die mitfiebernden Frisch-Auf-Fans. Der Gast nutzte den bestenfalls durchwachsenen Start der Göppingerinnen zu einer 3:1-Führung und legte mit hohem Tempo bis zum 5:5 vor. Dann vermeldeten die Grün-Weißen Betriebstemperatur und übernahmen die Regie, der weite Ball von Torhüterin Kristy Zimmerman zum 9:7 (18. Minute) ins leere VfL-Tor gefiel dem Anhang besonders gut. Zu viele vergebene Chancen ließen die Führung wieder wechseln, ehe sich Frisch Auf mit dem 14:13-Pausenstand empfahl.

Mit dem 15:15 war dieser kleine Vorteil aufgebraucht, Oldenburg nutzte die zunehmenden Göppinger Unkonzentriertheiten und hatte beim 19:22 (43. ) und 20:24 (46.) alle Argumente für einen Auswärtssieg auf seiner Seite. Doch die grün-weiße Rumpftruppe glaubte an sich und arbeitete sich wieder heran. Sogar zwei mit nur wenigen Sekunden Abstand ausgesprochene Zeitstrafen steckten die Knezevic-Schützlinge in starker Manier bei nur einem Gegentreffer zum 24:26 (52.) weg. Unter den Augen zunehmend lauter werdender Fans ließen sich die Gastgeberinnen auch vom 25:27 (55.) keinesfalls entmutigen und erkämpften sich dank der Tore von Michaela Hrbkova und Anja Brugger bei einer spektakulären Zimmerman-Glanztat dazwischen das verdiente 27:27-Remis, nachdem beide Teams ihre letzte Chance hatten nicht nutzen können. „Wir sind happy, dass wir einen Punkt haben“, freute sich Spielführerin Anja Brugger mit Blick auf die vier Niederlagen davor.

Göppingen: Zimmerman (1), Lengyel (n.e.); Brugger (5), Struijs (4/2), Adamkova (3), Schindler (4), Hrbkova (6), Guberinic (4), Petrinja, Krhlikar (n.e.), Pielesz.

Oldenburg: Renner,  Kohorst; Dulfer (6), Schnack (2), Wenzl (1), Mala (5), Behrend, Smits (3/1), Geschke (5/1), Kaiser (2), Jongenelen (3).

SR: Blümel/Loppaschewski.

Zeitstrafen: 6:6 Minuten.

Zuschauer: 614.

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