Mobirise

Mit Kraftakt zum nächsten Heimieg

Bericht aus der NWZ von Wolfgang Karczewski
vom 24.09.2018

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In einer packenden Heim-Begegnung rangen die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen Pokalsieger VfL Oldenburg nieder. Vor allem kämpferisch wussten die Grün-Weißen vor nur 650 Zuschauern in der EWS-Arena zu überzeugen.

„Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft“, freute sich Trainer Aleksandar Knezevic, „so eine Energieleistung habe ich lange nicht gesehen.“ Fast über die gesamte Partie agierte der Pokalsieger aus dem hohen Norden mit sieben Feldspielerinnen im Angriff. „Dadurch mussten wir immer noch einen Schritt mehr laufen“, beschreibt Knezevic, „aber wir haben diszipliniert gespielt und unsere Fitness war einfach überragend.“

Dabei hatte der Frisch-Auf-Trainer nur fünf kerngesunde Spielerinnen zur Verfügung. Alle anderen klagten über Rückenprobleme oder waren erkältet. Außerdem fehlte Torjägerin Michaela Hrbkova, deren Wadenverletzung sich als Muskelfaserriss entpuppt hatte.

Nach ausgeglichenem Beginn setzten sich die Oldenburgerinnen mit 7:3 ab (13.). Die Göppingerinnen machten in dieser Phase zu viele technische Fehler. „Wir wussten zwar durchs Videostudium, wie sie spielen, aber wir mussten uns erst mal auf dem Spielfeld darauf einstellen“, erklärte Neuzugang Annika Blanke, mit 9/3 Toren beste Schützin der Begegnung. Die 24-jährige Rechtshänderin übernahm erneut die Linkshänder-Position von Hrbkova im rechten Rückraum. „Im letzten Jahr in Nellingen musste ich fast immer im rechten Rückraum spielen“, erklärte sie, „damit finde ich mich ab. Aber das wichtigste ist, dass wir als Team zusammenstehen.“

Das sahen die begeisterten Fans in den kommenden 45 Minuten. Nach einer Auszeit von Knezevic glich Frisch Auf zum 7:7 aus und ging zur Pause mit 14:13 in Front. Mit großem Kampfgeist und einer enormen läuferischen Leistung gelang es dem kleinen Göppinger Kader, die Gäste in Schach zu halten. Als Rechtsaußen Anja Brugger in der 59. Minute aus dem Rückraum zum 28:25 traf, war die Begegnung entschieden.

Oldenburgs Trainer Niels Bötel sah den Grund für den Heimerfolg der Frisch-Auf-Frauen in deren Abwehrverhalten: „Göppingen hat unser schnelles Spiel unterbunden und konnte unsere Angriffsvariante mit der siebten Feldspielerin gut lösen. Das war der entscheidende Faktor.“

Wolfgang Karczewski

Frisch Auf Göppingen: Zec (ab 50.), Lengyel; Brugger (3), Blanke (9/3), Schindler (2), Kinlend (6), Guberinic (5/1), Adamkova (2), Ehmann (n.e.), Krhlikar (2), Bergschneider (n.e.), Petrinja.

VfL Oldenburg: Renner, Ferenczi (n.e.); Fragge Birke (4), Genz, Jongenelen (1), Behrend (6), Geschke (6), Logvin (3), Hartstock, Mikkelsen (3/1), Schoenaker (1), Roller (1).

Schiedsrichter: Merz/Schilha (Meckenbeuren).

Zeitstrafen: 2:6 Minuten.

Zuschauer: 647.

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