Frisch Auf schielt auf Relegation

26.02.2021
Autor:
Wolfgang Karczewski

Frisch Auf schielt auf Relegation
Bundesliga Die Göppinger Handballerinnen feiern eminent wichtigen Heimsieg im Kampf um den Klassenerhalt– 34:24 (15:12) gegen den FSV Mainz 05.


Nico Kiener und seinen Spielerinnen von Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen stand nach der wegweisenden Partie im Abstiegskampf gegen den FSV Mainz 05 die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Mit 34:24 (15:12) hatten sich die Frisch-Auf-Frauen in der menschenleeren EWS-Arena gegen die Rheinhessen durchgesetzt. Danach umarmten sich alle innig, stellten sich jubelnd ins Tor und posierten für die Siegerfotos.

Durch diesen Erfolg – es war der zweite unter dem neuen Trainer – haben die Göppingerinnen nach Pluspunkten zum Tabellen-13. Buchholz-Rosengartenaufgeschlossen und können sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt, zumindest jedoch auf das Erreichen von Relegationsrang 13machen.

„Für uns war es unheimlich wichtig, dieses Spiel zu gewinnen“, sagte Trainer Kiener nach dem zweiten Heimsieg in dieser Saison, „ich bin sehr zufrieden, vor allem mit der Art und Weise, wie wir Handball gespielt haben.“

Die Frisch-Auf-Frauen dominierten die Partie von Anfang an, verpassten es aber, aus ihren Chancen mehr Tore zu machen. Vor allem in der ersten Hälfte vergaben die Gastgeberinnen zahlreiche freie Würfe und ermöglichten es damit den schwachen Meenzer Dynamites, dranzubleiben. In der 17. Minute lag Frisch Auf beim 8:7 nur einen Treffer vorn. Mit einem 4:0-Lauf durch Tore von Lina Krhlikar, Anja Brugger, mit sieben Treffern beste Schützin der Begegnung, sowie zwei erfolgreichen Abschlüssen von Iris Andjic sorgten die Göppingerinnen für eine beruhigende 12:7-Führung (20.).

Auch eine doppelte Unterzahl warf die flinken Frisch-Auf-Frauen nicht aus der Bahn – im Gegenteil: Nachdem Sina Ehmann und Krhlikar kurz hintereinander eine Zeitstrafe kassiert hatten, bauten Ro­xana Ioneac und Michaela Hrbkova den Vorsprung von 13:10 auf 15:10 aus. Bis zur Pause konnte Mainz den Rückstand auf drei Tore verkürzen (15:12).

Mit einem Blitzstart in den zweiten Durchgang machten die Frisch-Auf-Frauenschnell alles klar. In nicht einmal fünf Minuten hatte Göppingen durch einen5:0-Lauf den Vorsprung auf acht Tore ausgebaut (20:12). Jetzt nutzten die Gastgeberinnen ihre Chancen auch besser. Hinzu kam eine glänzend aufgelegte Torhüterin Anne Bocka, die im gesamten Spiel fünf Siebenmeter hielt und zahlreiche weitere Möglichkeiten der zu statisch spielenden Mainzerinnen zunichte machte. Die erste Zehn-Tore-Führung besorgte Andjic nach erfolgreichem Gegenstoß mit ihrem fünften Treffer zum 32:22 in der 57. Minute, der auch beim34:24-Endstand Bestand hatte.

Überbewerten wollte Coach Kiener den höchsten Saisonsieg allerdings nicht: „Wir haben ein Endspiel gewonnen, mehr nicht. Aber das gibt Selbstvertrauen. Es war wichtig zu zeigen, dass wir hoch gewinnen können. Aber es gibt nach wie vor Dinge, die wir besser machen können.“

FA Göppingen: Bocka, Kaminska (bei einem Siebenmeter), Lengyel (n.e.); Brugger(7), Wolf (2), Frey, Ioneac (3), Hrbkova (6), Andjic (5), Morf, Tinti (1),Marcikova, Ehmann, Wyder (1), Krhlikar (4), Welter (5).
FSV Mainz 05: Kolundzic, Coors, Janssen; Gangel, Dorsz (1), Michailidis, Hampel(2), Hartstock, Jacobs (4/4), Adeberg (6/4), Großheim (2/2), Burkholder (4),Fischer (4), Klobucar (1).
Schiedsrichter: Hofmann/Hörath (Bamberg/Zirndorf).
Zeitstrafen: 10:4 Minuten.

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