Kurze Anreise zum ersten Auswärtsspiel

10.09.2020
Autor:
Frank Höhmann

Kurze Anreise zum ersten Auswärtsspiel

FRISCH AUF Frauenbestreiten amSamstag ihr erstes Derby der Saison

 

Keine weite Busreise müssen dieGöppinger Bundesliga-Handballerinnen vor ihrem ersten Auswärtsspiel aus denKnochenschütteln: Am Samstag um 18 Uhr steht für das Team von Trainer und GeschäftsführerAleksandar Knezevic das erste Derby der noch jungen Saison beider NeckarsulmerSport-Union in der Ballei-Sporthalle auf dem Plan.
Nach der 22:26-Auftaktniederlage gegen Blomberg wollen die Frisch-Auf-Frauenbeider Neuauflage des letztjährigen Pokal-Viertelfinales versuchen, an die in dervergangenen Saison gezeigten Auftritte gegen die NSU anzuknüpfen und die erstenZähler einzufahren. Dazu muss die Mannschaft sowohl im Angriff, als auch in derDefensive zulegen und die positiven Phasen über einen längerenZeitraumaufrechterhalten, von denen es im ersten Heimspiel gegen Blomberg zuwenige gab. „Es war aber auch nicht alles schlecht, was wir in derOffensive geboten haben. Unsere Wurfquote muss besser werden, wenn wir gewinnenwollen“, ist sich Knezevic bewusst, dass am Samstag und im weiterenSaisonverlauf eine Steigerung her muss. Das gilt auch für die Abwehrarbeit. Sobekamen die Göppingerinnen gegen Blomberg keinen Abpraller und die starkenParaden von Torhüterin Anne Bocka zahlten sich nicht aus.
An Motivation mangelt es den Göppingerinnen nicht. Beim Stichwort Neckarsulmkommt sofort der vollbrachte Final-Four-Einzug ins Gedächtnis. „Das war einsehr emotionaler Abend, ein turbulentes und bis zum Ende spannendes Spiel, sowie ein Derby eben sein muss“, erinnert sich Lina Krhlikar gerne an den 12.Januar dieses Jahres zurück. Die Göppinger Kreisläuferin rechnet am Samstag miteinem ähnlich harten Kampf. „Ein Derby ist immer etwas Besonderes, das jedergewinnen will.“ Neben den zwei Punkten gehe es in den Lokalkämpfen um jedeMenge Prestige.

 

Der Kader des württembergischenKontrahenten aus dem Unterland hat sich leicht verändert. „Die eine Shooterinist gegangen, eine neue gekommen“, verweist Knezevic auf den Wechsel von NeleReimer zur SG BBM Bietigheim und der Neuverpflichtung von Carmen Moser von denKetscher Kurpfalz Bären. Mosersoll zusammen mit dem Duo Lynn Knippenborg undIrene Perez für die so genannten einfachen Treffer aus dem Rückraum sorgen. Neuim Team der NSU sind zudem die linke Außenspielerin Joanna Rode (BayerLeverkusen), Torhüterin Isabel Gois(Halle-Neustadt) und Kreisläuferin SaraSenvald aus dem kroatischen Zagreb -und auch die Trainerin: Tanja Logvin, dievergangene Runde den SV Union Halle-Neustadt zurück in die Bundesliga führte,übernahm den Club in diesem Sommer, den sie bereits 2018 für einige Wocheninterimsweise betreute.

„Neckarsulm ist auf allen Positionen recht ausgeglichen besetzt und wird um dieersten beiden Zähler in diesem Derby genauso fighten wie wir“, sagt Knezevic.Inihrer Einstiegsbegegnung musste sich die NSU beim Buxtehuder SV mit26:28geschlagen geben und leistete sich hierbei viele technische Fehler, dieLogvinals maßgebend für die Niederlage einstufte. Nach einem schwachen Beginnkämpfte sich Neckarsulm in die Partie und hatte beim Stande von 23:23 zweimaldie Chance, in Führung zu gehen, agierte jedoch zu hektisch und ließ dieMöglichkeit aus, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Logvin hat ihr Team inder Vorbereitung viel Kondition bolzen lassen, um für die lange Saison genügendKörner im Tank zu haben und das Tempo, wenn nötig, noch einmal anziehen zukönnen. Auch das Spielsystem wurde anders ausgerichtet, berichtet Knezevic.„Neckarsulm spielt etwas anders als in der vergangenen Saison und hat auchseine Abwehrumgestellt“. So bevorzugt Logvin eine 5:1-Deckung. 

 

Am Samstag wird sich zeigen, wer sichbesser auf den Gegner einstellen und vom Tor weghalten kann, denn auch dieFRISCH AUF Frauendefinieren sich über eine gute Defensive. „Darauf müssen wiruns konzentrieren, das war immer eine unserer Stärken“, fordert Krhlikar. Miteinem besseren Beginn als gegen Blomberg und weniger Fehlern habe man auf jedenFall eine Chance, die ersten (Derby-) Punkte der Saison zu ergattern.

Frank Höhmann

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