Mit Lisa Frey wechselt eine weitere Eidgenössin zu den FRISCH AUF Frauen

3. Juli 2020
Autor:
Frank Höhmann

Lisa Frey ist Spielerin Nummer drei aus der Schweiz im Team der FRISCH AUF Frauen: Die 25-Jährige hat sich für zwei Jahre an die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen gebunden und wechselt vom dänischen Erstliga-Aufsteiger Vendsyssel Handbold unter den Hohenstaufen. Zuvor hatten die Grün-Weißen bereits ihre Landsfrau Pascale Wyder verpflichtet. Mit Romy Morf-Bachmann haben die FRISCH AUF Frauen nun drei Nationalspielerinnen der Eidgenossen im Kader.„Wir standen schon eine Weile in Verbindung, durch Corona hat sich alles etwas hingezogen, aber nun ist der Wechsel perfekt“, berichtetTrainer und Geschäftsführer Aleksandar Knezevic.Die in Aarau geborene Lisa Frey ist auf der Rückraummitte-Position zuhause, kann aber auch auf der halblinken Seite Druck entfalten. „Lisa ist eine technische versierte Spielerin und auch in der Abwehrstark“, sagt Knezevic, der auf seinen Neuzugang aber noch bis Ende des Jahres verzichten muss. Lisa Frey musste im Mai am vorderen Kreuzband des rechten Knies operiert werden und befindet sich im Aufbautraining. „Derzeit absolviert sie ihre Reha noch in Dänemark. Im August wird sie dann zu unserem Team stoßen“, sagt Knezevic. Nachder EM-Pause soll die 25-Jährige ihr Comeback geben und ihre neuen Teamkolleginnen auf dem Weg zum Klassenerhalt unterstützen. Lisa Frey stand einem Wechsel ins Schwabenland aufgeschlossen gegenüber und kann ihren ersten Einsatz kaum erwarten. „Ich habe von vielen Schweizer Spielerinnen sehr viel Positives über Göppingen gehört. Nach meiner Rückkehr möchte ich meinen Beitrag für eine erfolgreiche Saison mit den FRISCH AUF Frauen leisten“, erzählt die ausgebildete Bürokauffrau, die neben dem Handball eine 50-Prozent-Stelle anstrebt und noch auf der Suche nach einer Wohnung für sich und ihren Freund Tobias ist. Von der Halle und den Fans konnte sie sich bereits selbst ein Bild machen. „Meine Schwester Noelle hat vor einigen Jahren bei der HSG Blomberg-Lippe gespielt, da habe ich zugesehen.“ Das damalige Schwesternduell in der Schweiz war nicht nur für die Eltern eine schweißtreibende Angelegenheit. „Es gibt sicherlich Angenehmeres, als Noelle am Kreis zu verteidigen“, erzählt Lisa Frey schmunzelnd. Zum Handball gebracht hat sie aber ihre älteste Schwester Rahel. „Sie ist Torhüterin und hat mich damals einfach mal ins Training zumTSV Frick mitgeschleppt.“ Weitere Stationen waren der HV Olten und der TV Zofingen. Es folgten sechs Jahre bei den Spono Eagles Nottwil. Im Meisterjahr 2016 warf sie 210 Tore und war beste Torschützin der Liga. Wie Noelle wollte auch Lisa Frey Erfahrungen im Ausland sammeln und schloss sich 2018 dem dänischen Club Vendsyssel an. Wenige Tage bevor das Coronavirus die ganze (Sport-) Welt lahmlegte, erlitt die 25-Jährige ihre Verletzung, nachdem sie beim Zweikampf um den Ball unglücklich mit ihrer Gegenspielerin zusammengeprallt war. „Den Tag werde ich nicht vergessen. Den 29. Februar gibt es so schnell nicht wieder“, hat Lisa Frey ihren Humor nicht verloren. Sie freut sich auf ihre neue und heimatnahere Aufgabe. „Für alle gelten nahezu gleiche Bedingungen. Viele Clubs stehen vor einem Umbruch und jeder fängt nach der Coronakrise und der langen Pause wieder bei null an. Da ist es wichtig, sich schnellstmöglich zu finden und einzuspielen.“ Dass sie keine Eingewöhnungsschwierigkeiten bei den FRISCH AUF Frauen haben wird, dafür werden ihre beiden Teamkolleginnen aus der „Nati“ schon sorgen. „Mit Romy stand ich bereits bei den Spono Eagles gemeinsam auf der Platte. Pascale und ich haben seit unserem 14. Lebensjahr immer wieder mal zusammengespielt, zuletzt drei Jahrein Nottwil. Nach zwei getrennten Jahren führen die Wege uns in Göppingen jetzt wieder zusammen. Das ist schon toll.“

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