Schnelles Wiedersehen mit Pokalgegner

24.01.2020
Autor:
Frank Höhmann
Ein schnelles Wiedersehen gibt es für die Göppinger Handballdamen mit ihrem Viertelfinalgegner im DHB-Pokal: Am Samstag um 19 Uhr treffen die FRISCH AUF Frauen im vorletzten Spiel der Hinrunde erneut auf die Neckarsulmer Sport-Union. Für beide Vereine geht es dabei um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Beide haben sechs Punkte auf dem Konto, die FRISCH AUF Frauen sind aufgrund des besseren Torverhältnisses vor der NSU geführt.

Nach dem samstäglichen Derby wollen die Göppingerinnen auch nach Punkten vor dem württembergischen Kontrahenten stehen. Beim ersten Vergleich in der Liga nicht mehr mit dabei ist bei Neckarsulm jedoch der frühere Göppinger Bundesligaspieler Pascal Morgant, von dem sich der Verein am Dienstag trennte. Morgant hatte die Mannschaft vor zwei Jahren übernommen. Übergangsweise wird Neckarsulm von Maike Daniels trainiert, in Göppingen ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt, spielte sie doch von 2011 bis 2015 für die FRISCH AUF Frauen, ehe sie ins Unterland wechselte.

Ganz so viel Dramatik wie beim 27:26-Erfolg im Pokalspiel vor zwei Wochen soll es aus Göppinger Sicht beim Wiedersehen am Samstag nicht geben. Nur unter einer Bedingung: „Wenn es am Ende wieder gut für uns ausgeht, nehmen wir das gerne mit“, sagt Coach Aleksandar Knezevic und grinst. Der Erfolg im Pokal wirkt bei den Göppingerinnen immer noch nach. Das hatte sich der Trainer auch erhofft. „Die Stimmung ist sehr gut.“ Daran konnte auch das 23:34 beim Titelkandidaten Thüringer HC nichts ändern. Die FRISCH AUF Frauen waren ohnehin gehandicapt in die Partie gegangen: Abwehrchefin Lina Krhlikar fehlte ganz, Michaela Hrbkova konnte nach rund einer Viertelstunde Spielzeit wegen muskulärer Probleme in der Wade nicht mehr weitermachen. Diese Blessuren sind ausgeheilt, nun macht dem Trainer aber die „Grippewelle“ zu schaffen. „In der ganzen Stadt sind die Leute erkältet. Auch einige meiner Spielerinnen hat es ziemlich heftig erwischt. Mal sehen, wer bis Samstag fit wird.“

Die Vorbereitungen für das Final-Four-Turnier in der Stuttgarter Porsche-Arena haben derweil begonnen: Die Göppinger hoffen auf eine große Fanunterstützung. Eine „grüne Wand“, die die Mannschaft nach vorne treibt. Interessierte Anhänger können sich bei Sarah Beuttenmüller von der Geschäftsstelle Karten im Göppinger Block sichern. Die Auslosung der Halbfinalspiele findet an diesem Samstag beim Bundesligaspiel zwischen Metzingen und Buxtehude statt. Wer es wird oder am besten werden sollte? Bei den Fans gehen die Meinungen auseinander, Knezevic und sein Team nehmen es wie es kommt.

Nach dem verlorenen Viertelfinalderby stand für Göppingens Gegner in der Bundesliga ein weiteres Derby gegen die TuS Metzingen an, in welchem sich der Underdog gegen den Favoriten aus dem Ermstal als zäher Widersacher erwies. Trotzdem reichte es für Metzingen am Ende zu einem 31:28-Arbeitssieg. So blieb es bei den sechs Zählern, die Neckarsulm bislang einfahren konnte. Vorwiegend waren es Spiele gegen Mitkonkurrenten, die gewonnen wurden. Nicht unbedingt erwartet werden konnte das 33:29 in Buxtehude. Eher schon ein Erfolg im Heimspiel gegen Oldenburg, den es dann aber nicht gab. Neckarsulm verlor 25:31.

Bei der NSU gab es eine recht große Fluktuation. Elf Spielerinnen gingen, darunter Torhüterin Nicole Roth (TuS Metzingen). Neun Spielerinnen stießen neu hinzu, zum Beispiel Torfrau Sarah Wachter vom TV Nellingen, Jill Kooij (SV Dalfsen), Nathalie Hendrikse (VOC Amsterdam) und Lynn Knippenborg vom dänischen Vertreter TTH Holstebro. Alle vier haben sich gut eingefügt und Verantwortung übernommen. Zu den Stützen zählen ferner Rückraumspielerin Nele Reimer (ehemals HC Leipzig), Louisa Wolf und Kreisläuferin Seline Ineichen, früher in Diensten der FRISCH AUF Frauen. Auf die Holländerin Michelle Goos kann Neckarsulm in dieser Spielzeit nicht mehr zurückgreifen. Sie zog sich im Derby bei der SG BBM Bietigheim einen Kreuzbandriss zu und fällt bis Saisonende aus.

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