Zeit des Wartens hat ein Ende

03.09.2020
Autor:
Frank

Zeit des Wartens hat ein Ende

FRISCH AUF Frauenstarten am Samstag gegen Blomberg in die Saison


Die Zeit des Wartens hat ein Ende: An diesem Samstag um 19 Uhr starten Göppingens Bundesliga-Handballerinnen gegen die HSG Blomberg-Lippe in die neue Spielzeit. Es ist der Re-Start nach der langen Corona-Zwangspause und „wir alle sind einfach nur sehr froh, dass wir jetzt wieder Punktspiele bestreiten können“, sagt Neuzugang Pascale Wyder und fiebert nach ihrem ersten Wechsel ins Auslandihrer Premiere im deutschen Oberhaus entgegen. Die 25-Jährige kam von den Spono Eagles Nottwil zu den Frisch-Auf-Frauen und ist eine von nun drei Schweizerinnen im Team. Insgesamt gibt es bei den FRISCH AUF Frauen fünf neue Gesichter, die gleich zu Beginn mit einem Sieg gegen den Vorjahresvierten aufhorchen lassen würden. Um gegen den Europapokalteilnehmer aus Ostwestfalenzwei Zähler einfahren zu können, „müssen wir unsere guten Phasen aus den Vorbereitungsspielen stabilisieren und in der Abwehr gut arbeiten“, nennt Wyder zwei Kriterien, auf die es am Samstag ankommen wird.

Der Göppinger Gegner musste einige Schlüsselspielerinnen ziehen lassen: Rückraum-Linkshänderin Tessa van Zijlschloss sich dem

Titelanwärter Borussia Dortmund an, Kreisläuferin Celine Michielsen(HV Quintus) zog es zurück in ihre holländische Heimat und die dänische Spielmacherin Silje Brons Petersen wechselte zur TuS Metzingen. Das Trio steuerte in der vergangenen Spielzeit immerhin satte 285 der 527 HSG-Tore bei. Zudem beendete Torhüterin Anna Monz-Kühn ihre Karriere. Kamila Kordovska fehlt verletzt. Bis sie ihre Schulter wieder vollständig belasten kann, dauert es noch. Der Kader wurde vornehmlich mit jungen Spielerinnen ergänzt, zwei routinierte

Kräfte konnten dennoch an Land gezogen werden: Cara Hartstockvon der TuS Metzingen und die Holländerin Myrthe Schoenaker vom VfL Oldenburg sollen die Mannschaft zusammen mit dem routinierten Duo Isabelle Jongenelen und Laura Rüffieux führen.

Trotz der Abgänge sieht der junge Trainer Steffen Birkner weiterhin viel Potenzial in seinem Team und hofft auf eine Platzierung im oberen Mittelfeld von Rang neun an aufwärts. Kräftig Selbstvertrauen getankt haben die Nelkenstädterinnen am Mittwoch in ihrem letzten Testspiel. Gegen den Thüringer HC kamen sie zu einem 32:32. Zuvor konnte die HSG den sechsten Saale-Cup des SV Union Halle-Neustadt gewinnen und bezwang hierbei die Zweitligisten Zwickau und Waiblingen sowie den Erstligarivalen Bad Wildungen.

Göppingens Trainer und Geschäftsführer Aleksandar Knezevic stellt sich im ersten Heimspiel gegen das Überraschungsteam der vergangenen Runde auf „Kampfpur“ ein, „wie wir ihn in den vergangenen zehn Jahren zwischen beiden Mannschaften häufig erlebt haben. Blomberg steht ähnlich kompakt wie wir. Der Kader der HSG hat sich zwar auf einigen Positionen verändert, aber es ist weiter hineine gute Mannschaft“. Dennoch geht der Göppinger Coach nicht ohne Hoffnung in das erste Punktspiel nach sechs Monaten. Am ersten Spieltag wisse man nie, was passiert. Neben großer Vorfreude schwinge ein bisschen Nervosität mit. „Positive“, wie der Trainer anmerkt, da jede seiner Spielerinnen es am Samstag besonders gut machen und das Publikum begeistern möchte. Die Mannschaft habe sich in den vergangenen acht Wochen der Vorbereitung stetig weiterentwickelt und „vielinvestiert“, um der HSG einen heißen Tanz liefern und die neue Spielzeit mit einem positiven Ergebnis beginnen zu können. „Wir brauchen zwar noch ein wenig Zeit, bis wir vollends eingespielt sind, aber die Abläufe und Absprachen werden jeden Tag und von Woche zu Woche immer besser.“

Frank Höhmann

Einlass nur mit Maske
Mehr als 500 Zuschauer sind aufgrund der Corona-Verordnung des Landes bei Sportveranstaltungen momentan nicht zugelassen. Zuschauer werden zudem nur mit Maske in die EWS-Arena gelassen und erhalten ihre Plätze zugewiesen. Der Mund-Nasen-Schutz darf nur am Platz abgenommen werden, sonst nicht. Einzuhalten sind die derzeit gültigen Abstands- und Hygieneregeln. Die Frisch-Auf-Frauenbieten am Samstag ein Kontingent an Karten an der Tageskasse an, die ein einhalb Stunden vor Spielbeginn öffnet. Eine Garantie, eine Karte zu ergattern, gibt es aufgrund der äußerst begrenzten Anzahl jedoch nicht. Um die Abläufe am Spieltag zu erleichtern, bittet die Geschäftsführung der FRISCH AUF Frauen darum, sich vorab auf der Internetseite www.frischauf-frauen.de das voraussichtlich ab Donnerstag bereitgestellte Onlineformular auszudrucken und mit den vollständig eingetragenen Kontaktdaten mitzubringen. Um die Daten abgleichen zu können, muss der Personalausweis vorgelegt werden, bevor Einlass in die Halle gewährt wird.

höh

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