BVB-Spiel setzt noch immer zu

23.3.2026
Kategorie
Bundesliga

Gegen Borussia Dortmund standen die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen dicht vor dem ersehnten Befreiungsschlag  

Auch die Tage danach steckte die Enttäuschung über den Ausgang des Spiels gegen Borussia Dortmund noch in allen möglichen Facetten in den Göppinger Bundesliga-Handballerinnen. Das 32:33 (15:16) gegen den Tabellenführer verlangte dem Team von Trainer Nico Kiener nicht nur körperlich alles ab, sondern auch emotional. Die einen ließen nach den 60 Minuten ihren Tränen freien Lauf, die anderen flüchteten sich in Galgenhumor, wiederum andere starrten einfach nur völlig konsterniert ins Leere. Die Zuschauer taten nach Spielschluss ihr Möglichstes, um die Spielerinnen aufzubauen. Selten hat es nach einer Göppinger Niederlage dermaßen viel Applaus gegeben.  

„So eine Leistung, so ein aufopferungsvoller Kampf, so eine Leidenschaft, das muss doch einfach mit Punkten belohnt werden“, ist die Sportliche Leiterin Birute Schaich immer noch fassungslos und versteht die (Handball)-Welt nicht mehr. Die Gäste aus Dortmund kamen in der EWS Arena zu einem am Ende äußerst schmeichelhaften Erfolg, der aus Göppinger Sicht hätte denkbar unglücklicher nicht zustande kommen können. Der Wurf von Nationalspielerin Alina Grijjseels landete an der Latte, der Ball sprang an den Hinterkopf von Torhüterin Celina Meißner und von dort ins Tor. Mit einem Pfeifkonzert wurden die beiden Unparteiischen vom Heimpublikum in die Kabine begleitet, denn die knapp 1700 Zuschauer sahen die FRISCH AUF Frauen in der Schlussphase klar benachteiligt. So auch Trainer Nico Kiener, der die Entscheidungen der Schiedsrichter normalerweise ohne großes Murren akzeptiert. Nicht jedoch am Mittwoch, da lag für ihn in der Endphase einiges im Argen. Insgesamt, so muss man jedoch festhalten, hat der Spitzenreiter die letzte Aktion mit dem nötigen Glück beim Abschluss clever für sich zum Last-Second-Tor ausgenutzt. Und so hilft den FRISCH AUF Frauen aller Ärger und Frust nichts. Die Punkte sind beim Gegner, die Formkurve zeigt aber weiter nach oben.  

Die Göppingerinnen müssen sich nun auf die beiden verbleibenden Partien in der Hauptrunde konzentrieren. Am Samstag geht es nach Tübingen zum Derby bei der TuS Metzingen, am Osterwochenende gastiert dann der BSV Sachsen Zwickau in der EWS Arena. „Wir müssen weitermachen, weiterkämpfen, alles andere hilft nichts“, sagt Kapitänin Louisa De Bellis. Irgendwann schlage das Pendel dann auch wieder in Richtung ihres Teams aus. Mit Darbietungen wie am Mittwoch gegen Pokalsieger und Spitzenreiter BVB ganz bestimmt. In den sechs Entscheidungsspielen gilt es dann, ein Team hinter sich zu lassen und der Relegation gegen den Tabellenzweiten des Unterhauses zu entgehen.