Mit Feuereifer ins Heimspiel gegen die „Flames“

18.1.2026
Kategorie
Bundesliga

Die FRISCH AUF Frauen erwarten an diesem Sonntag um 14.30 Uhr im Fernsehspiel den Tabellendritten HSG Bensheim/Auerbach

Das erste Heimspiel des neuen Jahres bestreiten die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen gegen ein Team aus den Top 4: Zu Gast ist an diesem Sonntag um 14.30 Uhr, auch live zu sehen im Fernsehen bei DF1, die mit 16:4-Zählern auf dem dritten Platz liegende HSG Bensheim/Auerbach. Die „Flames“ werden ihrer Favoritenrolle bislang gerecht und steuern geradewegs in Richtung Playoffs um die deutsche Meisterschaft und wollen mit zwei Punkten beiden FRISCH AUF Frauen den nächsten Schritt gehen. Das Team von Trainer Nico Kiener wird etwas dagegen haben und mit Feuereifer versuchen, die bislang guten Auftritte gegen den Pokalhalbfinalisten zu bestätigen, der sich nach dem Aus gegen Rapid Bukarest in der Qualifikation zur EHF European League-Gruppenphase nun voll und ganz auf Liga und Pokal konzentrieren kann. Vergangene Saison konnte Frisch Auf den Kontrahenten von der hessischen Bergstraße zwei Mal bezwingen. In dieser Runde boten die Göppingerinnen der HSG auch Paroli, mussten sich aber dennoch mit 34:37 geschlagen geben.  

Das Rückspiel in der Göppinger EWS Arena am Sonntag wird auch zum Duell zweier der besten Torschützinnen der Liga. Gemeint sind Haruno Sasaki, vor der Saison aus Dortmund nach Göppingen gekommen, und die halbrechte Rückraumspielerin Nina Engel, die bei der Weltmeisterschaft mit dem deutschen Nationalteam die Silbermedaille abräumte. Die 22-Jährige führt das Ranking aktuell mit 91/30-Treffern an. Göppingens Spielgestalterin Haruno Sasaki folgt auf dem sechsten Platz mit 70/46-Treffern. Während Engels Stärken vor allem Kracher aus dem Rückraum sind, setzt Sasaki von der Strafwurflinie aus Akzente und besticht mit einer guten Übersicht. Wobei auch Nina Engel bei Siebenmetern überzeugt. In der nächsten Spielzeit wird es dieses Duell in der Handball Bundesliga der Frauen allerdings nicht mehr geben. Was nicht an Haruno Sasaki liegt, deren Vertrag bei den FRISCH AUF Frauen noch mindestens eine Spielzeit läuft. Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, wechselt Linkshänderin Nina Engel am Saisonende nach Rumänien zu Gloria Bistrita. Damit wird nach Johanna Reichert vom Thüringer HC, die sich ebenfalls dem rumänischen Klub aus Bistrita anschließt, eine weitere Topshooterin nicht mehr im Oberhaus auf der Platte stehen.

Doch nicht nur auf dieses Duo richtet sich der Fokus. Es kommt auch zum Duell zwischen den Teamkolleginnen der U19 und U20-Juniorinnen zwischen Göppingens Lara Däuble und Bensheims Mathilda Ehlert. Beide gehören zum Elitekader des Deutschen Handball-Bundes und könnten in absehbarer Zeit auch im Nationalteam für Furore sorgen und wieder gemeinsam für Deutschland agieren. Mit der Entwicklung von Lara Däuble ist Göppingens Trainer Nico Kiener überaus zufrieden. „Sie macht ihre Sache sehr gut und übernimmt immer mehr Verantwortung. Es ist ihre erste richtige Saison in Liga eins. Vergangene Runde war sie ja auch noch für Schozach-Bottwartal in Liga drei im Einsatz.“ Lara Däubles Qualitäten zeigten sich nicht nur bei den Partien in Bensheim oder Neckarsulm, in denen ihr insgesamt sieben eigene Treffer aus dem Spiel heraus gelangen, sondern auch im Südderby gegen die TuS Metzingen. Zwar war der Göppinger Youngster hier nur ein Mal erfolgreich, allerdings ging die 19-Jährige immer druckvoll mit viel Tempo auf die gegnerische Abwehr drauf und bewies eine gute Übersicht auf der Rückraum-Mitte-Position.

Überhaupt ist die Linkshänderin im Rückraum flexibel einsetzbar und könnte mit ihrer Dynamik und ihren Drehungen in der nächsten Saison den Part in der Offensive der zur Sport-Union Neckarsulm wechselnden Sina Ehmann kompensieren. „Es wird hoffentlich ein genauso spannendes Spiel wie in der Hinrunde. Ein Team wie Bensheim liegt uns von der Spielweise her eigentlich“, so die Linkshänderin zur anstehenden Heimpartie. Sie brennt auf ihre Rückkehr ins Team. In Zwickau, beim 23:25 im ersten Spiel des neuen Jahres, fehlte sie krankheitsbedingt ebenso wie Lea Neubrander, Luisa Scherer und Nicola Merz. Allerdings weiß die 19-Jährige auch, dass dann die Abwehr wieder funktionieren muss. „Es kommt in solchen Spielen einfach auf unsere Defensive an. Das hat man im Derby gegen Metzingen gesehen, was das auslösen kann.“ An der Abwehr habe man in den vergangenen Wochen weiter „intensiv gearbeitet“. Bensheim stelle jedoch eine sehr kompakte Mannschaft mit mehreren Nationalspielerinnen. Um dieses Team zu besiegen, dafür müsse auch sonst alles passen. „Aber wenn wir an unsere Leistung vom letzten Heimspiel anknüpfen können, dann ist auf jeden Fall sehr viel möglich für uns.“