Frisch Auf Frauen Göppingen
Bereit für mehr
Bundesliga

22.3.2022|Autor*in: Frank Höhmann

Bereit für mehr

Künftig wird auch etwas Bayerisch gesprochen bei den FRISCH AUF Frauen.

Bereit für mehr

Die frühere Jugendnationalspielerin Sarah Irmler schließt sich nach 22 Jahren bei ihrem Heimatclub TSV Haunstetten zur neuen Saison den FRISCH AUF Frauen an


Künftig wird auch etwas Bayerisch gesprochen bei den FRISCH AUF Frauen, denn die 24-jährige Sarah Irmler vom Drittligisten TSV Haunstetten (bei Augsburg)ist der vierte Neuzugang des Göppinger Handball-Zweitligisten. Die frühere Junioren-Nationalspielerin hat für eine Saison mit Option auf eine weitere Spielzeit unterschrieben. Zuletzt war Frisch Auf mit der internationalerfahrenen Paulina Uscinowicz von Borussia Dortmund ein Toptransfer gelungen. In Leonie Patorra (HSG Bad Wildungen Vipers) und Selina Kalmbach (Sport-Union Neckarsulm)wurden zuvor weitere Verstärkungen für die neue Runde aus der Ersten Bundesligageholt.

Sarah Irmler ist in Haunstetten seit ihrer Kindheit verwurzelt. „Seit 22 Jahren spiele ich dort“, erzählt die gebürtige Augsburgerin, die nun erstmals ihre Heimatregion verlässt, diese aber über die Transitstrecke A8 für einen Besuch weiter zügig erreichen kann. Anfragen aus der ersten Liga hatte sie in der Vergangenheit schon einige, doch hielt die frühere Junioren-Nationalspielerin ihrem Heimatclub stets die Treue und konzentrierte sich zunächst auf ihre berufliche Zukunft mit dem Lehramtsstudium (Sport und Deutsch) in Augsburg. Zum Ende dieser Spielzeit folgt nun der Wechsel zu den FRISCH AUF Frauen. „Ich habe mich sehr über Nico Kieners Anruf gefreut. Jetzt ist die richtige Zeit für einen Wechsel zu einem höherklassigen Verein. Ich habe mein Staatsexamen abgeschlossen und kann mich auf Handball konzentrieren und dann in Ruhe mein Referendariat planen.“


Die Rechtshänderin ist im linken Rückraum zuhause, kann aber auch auf der linken Außenposition eingesetzt werden und soll in der neuen Spielzeit dazu beitragen, dass Kieners Team von seiner Ausgeglichenheit und Breite profitieren und mögliche Ausfälle wegstecken kann. Sarah Irmler ist aber nicht nur unterm Dach, sondern auch im Freien eine verlässliche Größe: Im vergangenen Jahr sicherte sie sich mit der deutschen Beachhandball-Nationalmannschaft den Europameistertitel. „Das kam total überraschend, damit hatte keiner wirklich gerechnet.“ Nicht die einzige Medaille, die die Vitrine der 24-Jährigenschmückt: 2014 holte sie unter dem damaligen Trainer Nico Kiener mit der deutschen U18 WM-Silber. Mit im Team: die jetzigen Nationalspielerinnen Emily Bölk und Alina Grijseels. „Das waren Höhepunkte meiner Karriere, auf die ich immer sehr gerne zurückblicken werde.“

Sportliche Erfolge feierte Sarah Irmler aber auch mit dem TSV Haunstetten, mit dem ihr im gleichen Jahr der Aufstieg in die Zweite Bundesliga gelang, aus der man 2017 wieder absteigen musste. Dieses Jahr soll der zweite Aufstieg in das Unterhaus folgen. Nach dem 35:15 beim TSV Heiningen am vergangenen Samstagliegt sie mit ihrem Heimatklub klar auf Kurs Aufstiegsrunde. Regelmäßig gehört sie zu den besten Torschützinnen ihrer Farben. In der laufenden Runde hat sie bereits 114/16-Treffer erzielt und ist eine der absoluten Leistungsträgerinnen. Den Vogel schoss sie gleich im ersten Saisonspiel ab, als sie beim Sieg bei Frisch Auf II 17/7-Tore warf.

„Ich hoffe, dass es mit dem Aufstieg in die Erste Liga klappt, habe aber ligaunabhängig unterschrieben und möchte mich so schnell wie möglich in das Team einfügen und meine persönlichen Qualitäten einbringen.“ Davon ist Göppingens Coach Nico Kiener überzeugt. „Sarah bringt alle Anlagen und Voraussetzungen mit, ist eine Kämpfernatur, athletisch und technisch stark. Sie hätte schon längst höherklassig spielen können, ist diesen Schritt aber aus beruflichen Gründen nicht gegangen. Jetzt möchte sie es wissen und sich bei uns beweisen“, sagt Kiener, der mit Sarah Irmler vier Jahre zusammengearbeitet hat. „Ich bin überzeugt vom Konzept und der Arbeit von Nico Kiener und seinen Qualitäten als Trainer, das habe ich bei den jüngsten Probetrainings wieder festgestellt“, unterstreicht die 24-Jährige, die in ihrer Freizeit nicht nur mit dem Sportartikel aktiv ist sondern auch gerne etwas mit ihrer Familie unternimmt, sich mit Freunden zum Kaffee trifft oder „einfachmal in der Sonne liegt“ und Füße und Seele baumeln lässt.

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