Frisch Auf Frauen Göppingen
Heimsieg soll für heiße Phase stärken
Bundesliga

4.4.2026|Autor*in: Frank Höhmann

Heimsieg soll für heiße Phase stärken

Die FRISCH AUF Frauen empfangen im letzten Hauptrundenspiel an diesem Samstag um 19 Uhr den Tabellenachten BSV Sachsen Zwickau

Letztes Hauptrundenspiel, letzte Möglichkeit für die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen, mit einem Sieg an einem oder bei einem entsprechenden Ergebnis des anderen Kellerduells noch an zwei Konkurrenten vorbeizuziehen und die Zahl der Bonuspunkte für die anstehende Playoff-Runde zu erhöhen. Mit einem Heimsieg an diesem Samstag um 19 Uhr in der Göppinger EWS Arena gegen den BSV Sachsen Zwickau würde das auf Rang zehn liegende Team von Trainer Nico Kiener in der Tabelle den Dauerrivalen der vergangenen Jahre aufgrund des besseren Torverhältnisses auf jeden Fall überholen. Hätte der BSV im Nachholspiel am Mittwoch im Ostduell beim Thüringer HC gepunktet, wäre dies nicht mehr möglich gewesen, aber das Team von Trainer Norman Rentsch unterlag mit 23:32, liegt aufgrund des am grünen Tisch zusätzlich gewonnenen Zählers aus dem Oldenburg-Spiel derzeit auf Rang acht einen Punkt vor Buxtehude, das zum Abschluss Union Halle-Neustadt empfängt. Die vier Teams der Plätz acht bis elf sind zum Abschluss also unter sich.

„Wir wollen mit einem positiven Erlebnis die Hauptrunde abschließen und dann gestärkt in die entscheidende Saisonphase gehen“, sagt Trainer Nico Kiener, der mit seinem dezimierten Team zuletzt beim Derby bei der TuS Metzingen (31:34) dicht vor einem Punktgewinn stand. Außenspielerin Lea Watzl und Kreisläuferin Aylin Bornhardt dürften gegen Zwickau in den Kader zurückkehren, Spielmacherin Haruno Sasaki und Flügelspielerin Luisa Scherer sollen dann zum Start der Playoffs wieder einsatzbereit sein. Die FRISCH AUF Frauen hatten zuletzt im Derby in Tübingen beim 30:27 zehn Minuten vor dem Ende alle Trümpfe in ihrer Hand, brachten den Vorsprung aber nicht ins Ziel, da ihnen im Gegensatz zu den „TusSies“ auch die Wechselmöglichkeiten fehlten. Nun will sich das Team am Samstag gegen Zwickau mit aller Macht belohnen, den ganzen Ballast und Frust der vergangenen Spiele abschütteln und sich vor der dann anstehenden heißen Endphase nochmals eine gehörige Portion Selbstvertrauen einflößen. „Das wäre enorm wichtig, auch für den Kopf“, weiß die Sportliche Leiterin der Göppingerinnen, Birute Schaich.

Um erfolgreich in den Monat April zu starten, müssen die Kiener-Schützlinge den Gästen am Osterwochenende mehr Eier ins Nest legen als umgekehrt. Worauf es besonders ankommt, dass dies gelingt? Für den Göppinger Coach ganz klar: „Auf das Zwickauer Spiel mit der siebten Feldspielerin vorbereitet sein und das körperliche Spiel des Gegners annehmen und hier selber mit der nötigen Robustheit und Kraft dagegenhalten.“ Zudem sei es wichtig, die Wirkungskreise von Silje Brons Petersen einzuschränken und diese nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Die Spielgestalterin ist die Denkerin und Lenkerin im BSV-Angriffspiel und eine der drei besten Werferinnen in der Mannschaft von Trainer Norman Rentsch neben Kreisläuferin Laura Szabo und der japanischen Rückraumspielerin Kaho Nakayama.

Auf Göppinger Seite ruhen die Hoffnungen auf einer starken Teamleistung und natürlich auch wieder auf den Durchbrüchen von Sina Ehmann. Mit 54 Treffern gehört das Göppinger Eigengewächs zu den besten Werferinnen der FRISCH AUF Frauen. Die 25-Jährige hat aber auch viele Tore vorbereitet und zudem eine Vielzahl an Strafwürfen für ihr Team herausgeholt. „Es waren immer sehr knappe und emotionale Spiele in den vergangenen Jahren gegen Zwickau. Auch das Hinspiel“, blickt Sina Ehmann zurück auf das „ärgerliche“ 23:25 Anfang November vergangenen Jahres. „Da haben wir auf jeden Fall etwas gutzumachen.“ Der BSV stelle eine sehr aggressive und kompakte Abwehr, die man in die seitlichen Bewegungen bringen müsse, um sich Vorteile beim Abschluss zu erarbeiten. „Es wird sicher ein sehr körperbetontes Duell, darauf gilt es sich einzustellen, ebenso wie auf das Zwickauer Spiel über den Kreis“, so die Studentin. Dies sei eine der Stärken des Tabellenachten. „Für den BSV ist es das dritte Spiel in einer Woche. Wir müssen daher auf jeden Fall versuchen, in unser Tempospiel zu kommen und schnell umzuschalten.“ Mit den jüngsten, knapp verlorenen Partien habe man sich nicht länger aufgehalten. „Wir müssen nach vorne schauen und an unsere Stärken glauben, alles andere bringt nichts mehr. Zusammen mit unserem Publikum im Rücken können wir die zwei Punkte holen, um mit einem guten Gefühl in die anstehende Playoff-Runde zu gehen.“

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