Frisch Auf Frauen Göppingen
Zwischenhoch reicht nicht für Wende
Bundesliga

12.5.2026|Autor*in: Frank Höhmann

Zwischenhoch reicht nicht für Wende

Die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen agieren beim VfL Oldenburg ohne Abwehr und verlieren 32:42 (16:21)

Schlecht in die Partie gestartet, mit einem Zwischenhoch den klaren Rückstand auf zwei Treffer verkürzt, danach wieder geschwächelt: So lässt sich das Auswärtsspiel der Göppinger Bundesliga-Handballerinnen beim VfL Oldenburg zusammenfassen, das mit einer 32:42 (16:21)-Klatsche für das Team von Trainer Nico Kiener endete. Es war die erste Niederlage der FRISCH AUF Frauen in Niedersachen seit dem Wiederaufstieg. „Wir waren zu Beginn überhaupt nicht drin in der Partie, gar nicht bei der Sache, sind nicht ins Tempospiel gekommen. Mit 42 Gegentoren kannst du dann auch kein Spiel gewinnen“, so Göppingens Trainer, der in Oldenburg auf Lea Neubrander verzichten musste, die wegen einer Entzündung im Schienbein nicht auflaufen konnte.
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Während die Göppingerinnen nicht an die Vorstellungen der letzten Spiele anknüpfen konnten, sich viele leichte Ballverluste erlaubten und hinten quasi ohne Abwehr agierten, muss man allerdings auch die Leistung des VfL Oldenburg hervorheben, der eine fast perfekte erste Hälfte absolvierte. Wäre da nicht die kurze Schwächephase vor dem Wechsel gewesen, als die Gäste mit einem 3:0-Lauf zumindest noch etwas Hoffnung am Leben erhielten für Durchgang zwei, hätte es wirklich überhaupt nichts zu bemängeln gegeben. Die Abschlüsse saßen, das Spiel mit vier Rückraumspielerinnen funktionierte einwandfrei und stellte die FRISCH AUF Frauen vor große Probleme und im Tor war Alexandra Humpert ein sicherer Rückhalt. Gegen die Siebenmeter von Haruno Sasaki, mit 11/7-Treffern beste Göppinger Schützin, waren sie und ihre Kollegin Imke Winter aber machtlos.

So wie es die Kiener-Schützlinge gegen das Angriffspiel des Hauptrunden-Tabellenfünften waren, der schon nach 38 Sekunden eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, da Lisa-Marie Fragge an Sina Ehmann zupfte und zerrte. Dies schien aber zugleich der Weckruf zu sein. Über 4:2 (5.) setzte sich das Team von Trainer Niels Bötel auf 8:5 ab. Göppingens Coach Nico Kiener versuchte sich in seiner ersten Auszeit nach 14 Minuten als Wachmacher, doch Richtung in Schwung kamen die FRISCH AUF Frauen nicht, die Defensive präsentierte sich löchrig, und vorne genehmigte man sich einige unpräzise und überhastete Abschlüsse. Die Folge: der Rückstand wuchs auf 10:17 (22.) an. Mit den drei Treffern vor dem Seitenwechsel und den ersten Minuten in Durchgang zwei brachten sich die Gäste zurück ins Geschäft, beim 22:24 (37.) war die hohe Führung des VfL fast aufgebraucht. Das Momentun konnten die Gäste jedoch nicht für sich nutzen, es folgten wieder leichte Fehler und Oldenburg setzte sich in der nun etwas zerfahrenen und durch viele verletzungsbedingte Behandlungspausen unterbrochenen Partie wieder ab. Der Spielfluss war danach bei den Gastgeberinnen zurück, die über 35:27 (50.) und 39:29 (53.) einem ungefährdeten Sieg entgegensteuerten. Kiener nahm kurz hintereinander seine letzten zwei Auszeiten, doch das Ergebnis wurde bis zum Schlusspfiff wieder deutlich.

„Es war ein sehr schlechtes Spiel von uns, wir sind mit den vier Rückraumspielrinnen nicht klargekommen und haben als Team keine Lösung in der Abwehr gefunden, ich musste dann auch mit Rot runter und habe das Team geschwächt, aber solche Spiele und Tage gibt es. Das Gute ist, dass wir durch den nun regelmäßigen Rhythmus es gleich am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Halle wieder besser machen können“, lautete das Fazit von Kreisläuferin und Co-Spielführerin Luisa Schulze, die nach ihrem Foul an Jane Martens von den beiden Schiedsrichterinnen nach 41 Minuten zum Zuschauen verdonnert wurde.

Mit dem 32:42 konnte der Klassenerhalt somit nicht aus eigener Kraft perfekt gemacht werden und die FRISCH AUF Frauen mussten den Sonntag und das Spiel von Halle-Neustadt gegen Buxtehude abwarten, ob durch Schützenhilfe die letzten Zweifel beseitigt wurden.

So spielten sie:

VfL Oldenburg: Winters, Humpert; Borutta (8), Teiken (3), Reinemann (8), Genz, Janßen, Martens (4), Steffen (5), Oetjen, Granicka (4/4), Röpcke (1), Golla (1), Behrend (6), Fragge (2)

FRISCH AUF Frauen: Hlogyik, Meißner; De Bellis, Beugels (3), Bianco (1), Bornhardt, Däuble (1), Ehmann (4), Elies, Kynast (2), Sasaki (11/7), Scherer (4), Schulze (4), Watzl (2)

Schiedsrichter: Sophia Janz/Rosana Sug (Köln/Wiehl)

Zeitstrafen: 6:4-Minuten

Zuschauer: 1574.

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